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News - Microsoft : Will künftig auf allen Plattformen präsent sein

  • XSX
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CEO Satya Nadella sieht die Zukunft von Xbox nicht im klassischen Konsolen-Wettstreit, sondern im Kampf um Aufmerksamkeit gegen Plattformen, sogar TikTok.

Seit Jahren gilt der Konkurrenzkampf zwischen Xbox, PlayStation und Nintendo als das große Dreieck der Gaming-Branche. Doch wenn es nach Microsoft-CEO Satya Nadella geht, spielt diese Rivalität längst keine zentrale Rolle mehr. In einem aktuellen Interview erklärte er, dass Xbox heute nicht mehr primär gegen andere Plattformen antritt, sondern gegen ganz andere Formen digitaler Unterhaltung. Damit folgt Nadella einer Linie, die sich schon länger in Microsofts Strategie abzeichnet: Gaming soll nicht nur eine Plattform, sondern Teil eines umfassenden Medienökosystems sein.

Nadella betonte, dass sich das Konsumverhalten vor allem bei jüngeren Zielgruppen stark verändert habe. Aufmerksamkeit sei heute die wichtigste Währung, und diese werde nicht mehr nur zwischen Spielen, sondern zwischen völlig unterschiedlichen Formen von Medien verteilt. Wer also Zeit auf TikTok oder YouTube verbringt, spielt in dieser Zeit nicht, und genau hier sieht Nadella die wahre Konkurrenz. Xbox müsse daher Wege finden, die Faszination des Spielens auch in einer Welt aufrechtzuerhalten, in der kurze Clips, Streams und algorithmisch gesteuerte Inhalte dominieren.

Dabei gehe es laut Nadella nicht darum, das klassische Gaming zu ersetzen, sondern es breiter aufzustellen. Microsoft arbeite weiter daran, Spiele auf möglichst vielen Geräten zugänglich zu machen, egal ob Konsole, PC, Fernseher oder Smartphone. Auch die Cloud-Strategie spielt in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle. Nadella bezeichnete das Ziel, Xbox als Service zu etablieren, der unabhängig von der Hardware funktioniert, als entscheidenden Schritt in Richtung Zukunft.

Diese Einschätzung reiht sich in Aussagen anderer Xbox-Verantwortlicher ein. Erst kürzlich hatte Matt Booty, Chef der Xbox Game Studios, betont, dass Microsoft nicht nur im Gaming-Markt konkurriert, sondern um Freizeit insgesamt. Filme, Serien, soziale Medien und Kurzvideo-Plattformen beanspruchen dieselbe Zeitspanne wie Videospiele. Wer Menschen langfristig binden will, muss Erlebnisse schaffen, die ähnlich zugänglich und ansprechend sind wie ein 30-sekündiger Clip, nur eben interaktiv.

Während Sony weiter auf exklusive Titel und Hardware-Fans setzt, richtet Xbox den Blick auf ein breiteres Publikum, das Unterhaltung in jeder Form konsumiert, ob im Spiel, im Stream oder beim Scrollen durch TikTok. Ob das funktioniert, bleibt abzuwarten. Das bisherige Konzept scheint jedenfalls gescheitert, gegenüber Nintendo und Sony ist die Xbox aktuell weit abgeschlagen und auch der Zukauf von Entwicklerstudios hat bisher nicht den erhofften Schub gebracht. 

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