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Special - Switch 2 : Zubehör-Check: Kamera, Pro-Controller, Maus-Halterung und mehr

  • NSw2
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Es ist nicht nur die neue Konsole, auch das Zubehör drückt bei einem Generationswechsel aufs Konto. Bei einer optional mobilen Konsole wie der Switch 2 gleich zweifach, denn manche Extras erweisen sich zuhause als nützlich, andere dagegen hauptsächlich unterwegs. Wir verraten euch, was eine Anschaffung wert ist und was nicht.

Micro SD Express Speicherkarte (Hersteller: Samsung)

256 GB Speicher spendierte Nintendo der Switch 2, also das Vierfache von dem, was in der OLED-Fassung der Switch 1 zu finden war. Nutzen könnt ihr davon nur ungefähr 230 GB, und weil Switch-2-Spiele im Schnitt die drei- bis vierfache Menge Speicher im Vergleich mit den Games der letzten Generation einnehmen, gewinnt ihr beim Umstieg wenig. Fünf bis sieben große Titel bekommt ihr im Konsolenspeicher unter, dann ist Schluss.

Abhilfe bei akutem Speichermangel verschafft euch eine Micro-SD-Express-Speicherkarte. Sie werden von allen größeren Speicher-Herstellern angeboten, sind aber in freier Wildbahn noch selten anzutreffen, weil kaum ein Gerät das Format zwingend benötigt. Ganz im Gegensatz zur Switch 2, die nur korrekt funktioniert, wenn ihr diesen Typ SD-Karte verwendet, der besonders schnell Daten lesen kann.

Fast ein Gigabyte pro Sekunde flutscht durch die Chips. Das ist zwar nur ein Viertel der Geschwindigkeit der großen Gegenstücke und auch um ein Vielfaches langsamer als der Speicher in Xbox Series X und PS5. Aber es genügt, um Ladezeiten sichtlich zu verkürzen und das Streamen von Grafik-Assets zu erleichtern. Solange euer interner Speicher noch ausreicht, besteht kein Zwang zum Nachrüsten, aber auf Dauer geht kein Weg daran vorbei.

Je nach Hersteller bezahlt ihr zwischen 4,20 Euro und 5 Euro je Gigabyte, was nicht sonderlich günstig ist, doch mit der Zeit dürfte der Preis fallen. Es besteht jedenfalls kein Zwang, die gebrandeten Modelle von Samsung zu verwenden. Ob da nun ein Mario-M auf der Karte steht oder nicht, seht ihr nach dem Einsetzen unter dem Kick-Stand der Konsole sowieso nicht mehr.

Switch 2 Kamera

Die offizielle Switch 2 Kamera gehörte zu den frühesten Hardware-Vorstellungen abseits der eigentlichen Konsole. 69 Euro knöpft man euch dafür ab. Was macht man damit? Klar, sich selbst aufnehmen, vornehmlich zum Streamen des eigenen Konterfeis im Game Chat. Zudem lässt sich das eigene Gesicht als Avatar-Bildchen in Mario Kart World einbinden und einige Modi in der Switch-2-Version von Super Mario Party Jamboree nutzen die Kamera.

Wir haben sie getestet und befinden sie insgesamt für gut, auch wenn technisch noch etwas Platz nach oben bleibt. Sie könnte nämlich etwas lichtempfindlicher sein, um helle Raume und gut beleuchtete Menschen besser abzubilden. Andererseits hält die Cam dadurch ein gewisses Kontrastlevel, was dem Echtzeit-Keying entgegenkommt – also der Technik, bei dem nur euer Körper dargestellt und der Rest des Raums aus dem Videomaterial herausgeschnitten wird.

Nintendos offizielle Switch 2-Kamera verfügt über einen neigbaren Kopf und eine Verschlusslinse, damit ihr euch eurer Privatsphäre sicher sein könnt, aber ein Mikrofon fehlt. Im Online-Chat seid ihr also auf das in der Switch 2 verbaute Mikrofon angewiesen, das etwas dumpf klingt. Alles in allem reicht es aber für die Kommunikation mit Freunden, wobei die hoch gelobte Sound-Filterung, die Nebengeräusche ausblenden soll, nur mäßig funktioniert. Der Klang eurer Stimme wird dadurch noch dumpfer als sowieso schon, wenn nicht sogar leicht metallisch. Wir empfehlen also, für so wenig Nebengeräusche wie möglich zu sorgen.

Der größte Vorteil der Kamera liegt in ihrer Auflösung von 1080p und dem weiten Aufnahmeradius durch ihre Weitwinkellinse. Abgedeckt werden 110 Grad. Damit bekommt ihr locker vier Spieler vor die Kamera. Wir haben als Alternative eine Logitech C920 HD Pro Webcam angeschlossen, die ebenfalls anstandslos akzeptiert wurde und weniger kostet. Auch diese Kamera verfügt über eine 1080p-Auflösung, allerdings bei lediglich 80 Grad Field of View.

Die Alternativ-Kamera hat aber auch Vorteile. Zum einen das eingebaute Mikrofon, das auch die Switch 2 nutzt, sobald ihr die Kamera anklemmt. Das bringt euch nur eine minimale Qualitätssteigerung beim Sound, aber dank der besseren Positionierungsmöglichkeiten seid ihr womöglich deutlicher zu verstehen.

Zum anderen ist sie lichtempfindlicher und schärfer, da die Auflösung auf weniger Fläche verteilt werden muss. Nicht, dass das auf dem kleinen Bildausschnitt, den das Kamerabild auf eurem TV einnimmt, viel ausmachen würde, aber an einigen Stellen wirkte die Logitech-Kamera schlicht etwas weniger pixelig. Für vier Spieler könnte es durch den kleineren Aufnahmewinkel eng werden. Es sollte aber noch machbar sein, wenn ihr weit genug entfernt sitzt oder ein wenig kuschelt.

Es gibt also gute Alternativen zu Nintendos Original-Zubehör – zum gleichen Preis oder sogar weit günstiger, auch von anderen Herstellern als Logitech. Solltet ihr regelmäßig zu viert vor der Kamera sitzen, empfehlen wir euch jedoch, Nintendos Kamera zu nutzen, damit alle Spieler gemütlich vor der Kamera stehen und sitzen können.

Wir empfanden das Game Chat-Feature nämlich als erstaunlich komfortabel. Jedenfalls weniger lästig als die Chatfunktionen bei den anderen Konsolen, die erst einmal das Herauskramen eines Headsets erfordern. Das Teilen aktuellen Gameplays mag mit seinen 15 Bildern pro Sekunde nicht gerade attraktiv erscheinen, aber zum Zeigen, was man gerade tut, oder zum gemeinsamen Lösen kniffliger Spielpassagen reicht es allemal.

>> Switch 2: 10 Tipps und Tricks, die ihr kennen müsst <<

Switch 2 Pro Controller

Auf den ersten Blick hat sich bei der neuen Ausführung des Pro Controllers wenig getan. Das Layout bleibt grundsätzlich identisch und auf den ersten Blick meint man, nur einen farblichen Unterschied zu erkennen, da die obere Sektion rund um die Schultertasten in hellem Grau gehalten ist. Solltet ihr bereits einen Switch 1 Pro Controller besitzen, liegt ein Upgrade nicht nahe, zumal sich das alte Pad einwandfrei mit der Switch 2 versteht. Dennoch können wir den Switch 2 Pro Controller empfehlen. Es mögen nur kleine Faktoren sein, die ihn verbessern, doch sie sind erwähnenswert.

Vor allem die Griffigkeit hat sich enorm verbessert, was einer neuen Kunststoffzusammensetzung zu verdanken ist. Der Controller liegt besser in der Hand als die Switch-1-Variante und fühlt sich schlicht besser an. Der neue C-Button für die Chat-Funktion sowie zwei frei belegbare Tasten an der Unterseite der Griff-Hörnchen stellen das i-Tüpfelchen dar, das nicht jeder braucht. Von allen Griff-Tasten auf Pro-Gamepads sind die des Switch 2-Controllers die angenehmsten in Sachen Druckpunkt und die am wenigsten störenden im alltäglichen Gebrauch.

Durch langes Halten der Plus-Buttons ruft ihr ein Menü auf, in dem ihr für jedes einzelne Spiel eine distinktive Belegung einrichten könnt. Lob gebührt auch den Analogsticks: Da ihre Daumenflächen nie den Rand des Controllers berühren, bringt jede Drehung ein super sanftes Steuerungsgefühl mit sich.

Ohne Kritik kommt das neue Modell allerdings nicht davon: Angesichts der 90 Euro, die Nintendo dafür verlangt, hätten wir lieber Hall-Sensoren gehabt als mechanische Bauteile, die irgendwann den Geist aufgeben. Außerdem teilt das Steuerkreuz die Schwäche des Switch-1-Modells: Es hat zu viel Spiel zwischen Null-Position und seinen Druckfeldern. Schnelle Wechsel von links nach rechts oder von oben nach unten und umgekehrt, wie man sie bei Prügelspielen benötigt, fühlen sich noch immer behäbig an – und nicht so präzise, wie man es von einem Pro-Controller erwartet. Eigentlich peinlich für den einstigen Erfinder des Steuerkreuzes.

Noch peinlicher: Microsofts Steuerkreuz-Lösung am hauseigenen Pro-Controller ist um ein Vielfaches besser, weil bequemer und schneller. Gäbe es das feinfühlige HD-Rumble nicht, welches viel zum Spielgefühl beiträgt (aber im Pro Controller gerne etwas wuchtiger sein dürfte), würden wir euch bei Prügelspielen eher zu einem USB-Adapter raten, der euch erlaubt, einen Xbox-Controller zu verwenden.

Mouse Game Stand (Hersteller: AtEaze)

Schon bei den ersten Präsentationen vor der Veröffentlichung der Switch 2 waren wir von der Maus-Funktion der Joycons begeistert, bemängelten aber auch ihre Ergonomie. Nach längeren Sitzungen mit Cyberpunk 2077 und Hogwarts Legacy kamen wir zu dem Schluss, dass 60 bis 90 Minuten das Höchste der Gefühle sind. Danach sorgt die unbequeme Haltung des dünnen Zeigewerkzeugs für Beschwerden im Handrücken. Darum empfehlen wir euch bei solchen Spielen den Anschluss handelsüblicher PC-Mäuse und Tastaturen.

Aber was, wenn PC-Werkzeug in eurem Lieblingsspiel nicht unterstützt wird? Siehe Switch 2 Welcome Tour. Wer weiß, ob Metroid Prime 4 überhaupt PC-Mäuse und Tastaturen zulässt. Keine Panik, Dritthersteller wie etwa AtEaze haben bereits Abhilfe geschaffen. Und zwar in Form von Plastik-Fassungen für die Joycons, die ergonomisch einer Maus ähneln.

Zugegeben, sie wirken wie Schnellschüsse aus dem 3D-Drucker, aber sie tun, was von ihnen erwartet wird. Mit diesen kleinen Halterungen, die wir als Paar für 13 Euro erworben haben, wächst der Komfort maßgeblich. Der Unterboden dürfte unserer Meinung nach etwas glatter sein, so wie es bei guten PC-Mäusen der Fall ist. Aber der Gleitfaktor ist höher als bei den Joycons alleine, egal ob mit oder ohne die Schlaufen-Aufsätze, die euch Nintendo mitgibt.

Es gibt das Zubehör in den typischen Joycon-Farben Hellblau und Rot sowie in Schwarz. Unsere Joycons passen auf den Millimeter genau hinein, halten gut fest, lassen sich aber auch wieder entfernen, ohne dass wir Schäden befürchten müssen.

AtEaze sind nicht die einzigen Dritthersteller mit einem Produkt dieser Art. Wir raten euch allerdings von Varianten ab, bei denen der Y-Knopf des Joycons (oder sogar noch mehr Knöpfe) verdeckt werden. Bei den allermeisten Spielen müsst ihr weiterhin diese Knöpfe komfortabel erreichen können.

Tragetasche (Hersteller: Freaks & Geeks)

Noch ein Zubehör-Teil, bei dem ihr eine Dritthersteller-Lösung in Erwägung ziehen solltet, ist die Tragetasche. Nintendos offizielle Tasche enttäuscht keinesfalls, ist sie doch robust, komfortabel und liefert obendrein einen Screen-Protector aus Plastik. Allerdings bieten die Modelle der Dritthersteller etwas mehr.

Als Beispiel soll die Tragetasche von Freaks & Geeks dienen. Sie kostet 20 Euro – also fünf Euro weniger als Nintendos Originalzubehör, kommt aber ebenso robust daher und enthält mehr Goodies. Darunter zwei Screen-Protector-Scheiben aus Sicherheitsglas, die sich leicht auf dem Bildschirm befestigen lassen, sowie einen Satz Gummi-Aufsätze für die beiden Analogsticks der Joycons in verschiedenen Größen. Letztere erhöhen die Griffigkeit der Joycons erheblich. Außerdem erhaltet ihr ein Putztuch, ein USB-C-Kabel und ein paar In-Ear-Kopfhörer, deren Qualität allerdings nur ausreichend ist. Für ein wenig Zocken im Flugzeug reicht es allemal.

Im Inneren der Tasche bietet sich unter anderem Platz für mehrere Spielmodule, das Putztuch, die Kopfhörer und mehr. Die Innenverkleidung könnte etwas weicher sein, erfüllt aber allemal ihren Zweck. Für den Preis können wir das Modell von Freaks & Geeks definitiv empfehlen.

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