News - Nintendo : Werden Switch 2 Devkits bewusst zurückgehalten?
- NSw2
Schon öfter kamen Meldungen auf, dass einige Entwickler ihre Spiele nicht für Switch 2 entwickeln können, weil keine Devkits zur Verfügung stehen. Nun gibt es weitere Vorwürfe.
Der Zugang zu Devkits für die neue Nintendo Switch 2 entwickelt sich zunehmend zur Hürde. Entwickler berichten, dass sie trotz Interesse und Nachfrage bislang keine Entwicklungs-Sets erhalten. Besonders Free-to-Play-Studios wie das Team hinter dem Fußballspiel UFL warten seit Monaten auf die Hardware. Eugene Nashilov, CEO des Studios, bestätigte, dass Nintendo dieses Segment bisher weitgehend außen vor lässt. Sobald die Kits verfügbar sind, wolle man jedoch sofort mit der Switch 2-Version beginnen.
"Die Switch 2-Version ist noch nicht in der Entwicklung, wird es aber bald sein", meinte Nashilov. "Im Moment gibt Nintendo nicht so viele Entwicklungskits an Free-to-Play-Entwickler raus. Das ist ein globaler Trend, und wir sind ein Teil davon. Sobald wir das neue Gerät haben und damit anfangen zu arbeiten, wird es höchstwahrscheinlich so sein."
Diese Aussagen decken sich mit Stimmen anderer Entwickler, die sich hinter vorgehaltener Hand auf der Gamescom ähnlich geäußert haben. Auch dort hieß es, dass man keine Aussicht auf baldigen Zugang habe. Stattdessen verweise Nintendo auf die Abwärtskompatibilität der Switch 2, sodass Spiele zunächst für die ursprüngliche Konsole erscheinen und später ohne große Anpassung auf der neuen Hardware laufen könnten. Das Problem daran: Eine speziell optimierte Version könnte die technischen Möglichkeiten der Switch 2 deutlich besser ausschöpfen, bleibt aber ohne Devkit unerreichbar.
Besonders frustriert zeigen sich Entwickler von Service-Spielen wie Warframe. Dort bestätigte das Studio, dass man liebend gern eine native Version für die neue Konsole entwickeln würde, bisher aber nicht die nötigen Mittel habe. Zwar läuft das Spiel auch ohne Anpassung über die Abwärtskompatibilität, doch das volle Potenzial der verbesserten Performance bleibt damit ungenutzt.
Warum Nintendo diesen strengen Kurs fährt, ist nicht klar. Möglich ist, dass man die begrenzten Devkits bewusst auf bestimmte Partner verteilt oder stärker kontrollieren will, welche Titel in den ersten Monaten für die Konsole erscheinen. Fest steht: Je länger dieser eingeschränkte Zugang anhält, desto schwieriger wird es für viele Entwickler, ihre Spiele zeitnah in bestmöglicher Form anbieten zu können.

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