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Preview - Pokémon-Legenden: Z-A : Angespielt: Jetzt wird in Echtzeit gekämpft

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Allein beim Namen Pokémon setzt bei vielen die Nostalgie ein. Ganz egal, ob lange Abende am Game Boy oder Nachmittage vor dem Fernseher mit der Anime-Serie: Pokémon ist ein Lebensgefühl und zugleich ein Garant für gute Verkaufszahlen – dank einer enorm treuen Spielerschaft. Nach dem Erfolg von Pokémon-Legenden: Arceus kehrt Game Freak zum Konzept der offenen Welt mit historischem Bezug zurück – diesmal im Herzen von Illumina City, der schillernden Metropole aus der Kalos-Region.

Die auf der Gamescom spielbare Demo besteht aus zwei Abschnitten. Das Spiel beginnt auf den Straßen von Illumina City, außerhalb des Hotels Z, wo mein Spielcharakter lebt. Das Ziel: Ich möchte an die Spitze der Trainer-Rangliste vorstoßen und dafür benötige ich natürlich Gegner. Damit ich aber überhaupt ernst genommen werde, benötige ich mindestens 1.000 Punkte. Also los!

Kämpfe finde ich in sogenannten Battle-Zonen. Diese farbig abgesteckten Bereiche beherbergen andere Trainer und ihre Pokémon, die auf den nächsten Wettstreit warten. Möchte ich mir einen kleinen Vorteil verschaffen, schleiche ich mich von hinten an sie heran und setze überraschend den ersten Wirkungstreffer. Dieser Schleichangriff passt zwar weniger zum ansonsten recht fairen Pokémon-Universum, bringt jedoch eine gewisse Frische rein. Die ersten drei Duelle sind allerdings nichts weiter als bessere Sparringskämpfe, die ich mit insgesamt vier Einsteiger-Pokémon bestreite, darunter etwa ein Fletchling und ein Chikorita.

Die ersten Kämpfe

In den neuen Echtzeit-Kämpfen steuere ich den Trainer mit den Analogsticks direkt, die Manöver meines aktiven Pokémon wiederum befehlige ich mit den Aktionstasten. Über das Digitalkreuz wechsle ich rasch zwischen den Hosentaschenmonstern und kann so meine Angriffe immer wieder an den Gegner anpassen. Die Attacken wiederum koppelt Pokémon-Legenden: Z-A an Cooldown-Phasen. Verwende ich etwa Chikoritas Tackle, muss ich einige Momente abwarten, bis ich diesen Angriff wieder aktivieren kann. Das sorgt in der Echtzeit-Umgebung vor allem dafür, dass ich eine Aktion nach der anderen durchklicke, um möglichst gleichmäßigen Schaden anzurichten.

Die Echtzeit-Steuerung ist handlich, aber nicht gerade dynamisch. Zu träge bewegen sich die Figuren. Überhaupt bleibt Pokémon-Legenden: Z-A technisch hinter den Möglichkeiten zurück. Gerade die Animationen der Trainer sind arg hölzern und auch die Dialogszenen wirken steif. Schuld an diesem technischen Stillstand ist wahrscheinlich die Tatsache, dass das Spiel sowohl für die Switch 2 als auch für den Vorgänger erscheint. Die Demo lieferte noch keine Story-Zusammenhänge, jedoch verspricht The Pokémon Company spannende Geschichten in Illumina City. Mal abwarten, ob man dies beim Release der Vollversion am 16. Oktober 2025 halten kann.

Ein wildes Absol ist los!

Im zweiten Teil der Demo verfolge ich zunächst die 10%-Form von Zygarde. Der kurze Sprint durch die Stadt offenbart einige hübsche Blicke auf den Fluss und manche Wahrzeichen. Herausragend spannend wirkt Illumina City allerdings (noch) nicht. Das Stadtbild erscheint eher statisch und starr denn lebendig und ausufernd. 

Kurze Zeit später steht schon der Höhepunkt der Demo auf dem Plan: der Kampf mit einem wilden Mega-Absol der Stufe 25. Wilde Pokémon agieren ohne Trainer und warten mit jeder Menge Lebenspunkten auf, teilen aber auch mächtig Schaden aus. Ich erhielt derweil ein Lucario und lernte an dieser Stelle auch die Evolutionsfunktionen kennen. Nach platzierten Treffern verliert das Absol nämlich kleine, glänzende Kugeln – diese muss ich mit meinem Pokémon-Trainer aufsammeln. So fülle ich eine Energieleiste auf und kann in der Konsequenz das Lucario für kurze Zeit in seine Mega-Entwicklungsstufe verwandeln. Mein Pokémon teilt dadurch ebenfalls mehr Schaden aus und kann dem Absol so Paroli bieten.

Hier lässt Pokémon-Legenden: Z-A so etwas wie Taktik erahnen. Mein Gegner agiert nämlich ausgesprochen aggressiv und setzt mich mit Flächenattacken unter Druck. Tatsächlich gehe ich sogar im ersten Versuch drauf. Erst als ich im richtigen Moment die Fertigkeit "Protect" einsetze und Angriffe präzise ins Ziel bringe, gelingt mir der Sieg. Ich hoffe, dass im späteren Spielverlauf die Taktik und auch die Talente der Pokémon eine noch größere Rolle spielen werden.

Fazit

Olaf Bleich - Portraitvon Olaf Bleich

Ehrlicherweise muss ich sagen, dass mich Pokémon-Legenden: Z-A bisher noch nicht überzeugt. Die zwei kurzen Abschnitte ließen zwar Potenzial erahnen, allerdings fehlten mir spielerisch wie technisch die großen Impulse. Die neuen Echtzeitkämpfe sollen mehr Dynamik in die Duelle bringen. Jedoch spielten sie sich gewohnt statisch und krankten daran, dass ich in erster Linie auf das Ende der Cooldowns wartete, um meine Angriffstechniken wieder einsetzen zu können. Hier passiert hoffentlich mehr, sobald die Kämpfe komplexer werden. Von einem Pokémon erwarte ich ein wenig Taktik und nicht stumpfes Button-Mashing.

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Auch technisch machte das Spiel zu wenig her. Ja, die Mega-Entwicklungen sehen cool aus, doch Animationen, Dialoge und auch Spielwelt wirken altbacken. Speziell die Switch 2 kann wesentlich mehr. Das beweisen Titel wie Cyberpunk 2077 oder Donkey Kong: Bananza. Was bleibt ist die Hoffnung, dass dieser Ausschnitt nur eine Momentaufnahme war und Pokémon-Legenden: Z-A mich in der Vollversion mit tollen Features und einer interessanten Spielwelt in seinen Bann ziehen wird.

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