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Test - Razer Kishi V3 Pro : Test: Der aktuell vielleicht beste Mobile-Controller

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Mit dem Razer Kishi V3 Pro schickt sich Razer an, die Königsklasse der mobilen Controller neu zu definieren. Für 169,99 Euro verspricht das High-End-Peripheriegerät nicht nur nativen Gaming-Spaß auf Smartphone und Tablet, sondern eignet sich auch für Game-Streaming-Dienste wie GeForce Now, Xbox Cloud Gaming oder PS Remote Play. Ob der Kishi V3 Pro seiner Premium-Position gerecht wird, klären wir im ausführlichen Test.

Beim Kishi V3 Pro geht Razer keine Kompromisse ein, wenn es um mobile Controller geht. Allerdings muss der exorbitant hohe Preis natürlich auch gerechtfertigt werden. Schon beim Auspacken merkt man, dass hier kein Billigkrempel im Spiel ist: Der Controller sitzt satt in der Hand, fühlt sich wertig an und wirkt erfreulich stabil. Anders als kompaktere Controller zeigt der Kishi V3 Pro mit seinen 268 Gramm und dem Full-Size-Format sehr deutlich, dass er für ausgedehnte Gaming-Sessions gedacht ist.

Die integrierte Teleskopbrücke, die sich von der Breite eines Smartphones bis hin zu Tablets mit acht Zoll und mit Puffern auch einer Dicke von bis zu 16 Millimetern ausfahren lässt, erledigt ihren Job so unauffällig wie zuverlässig. Wer es noch etwas größer haben will, findet mit der XL-Version des Kishi V3 Pro sogar noch einen Controller für Tablets bis zu 13 Zoll. Wer immer mal wieder vom Tablet zum Smartphone wechselt, wird hier nicht ständig nach passenden Adaptern suchen müssen. Eine kleine Warnung vorweg: Kompakt ist der Kishi V3 Pro nicht gerade und somit als Controller für die Jackentasche eher ungeeignet.

Der Controller ist übrigens kompatibel zur Samsung Galaxy S24-Reihe, Google Pixel 6 / 7 / 8 und vielen weiteren Android-Geräten und zu iPhone 15, iPhone 16, iPhone 16 Pro, iPhone 16 Pro Max, iPad Mini (6. Generation), iPad Mini (7. Generation). Als Betriebssysteme sind Android 14 oder höher, iOS 18 oder höher und Windows 11 angesagt.

Unter der Haube arbeiten Razer-typisch hochwertige Komponenten: Die Full-Size-Analogsticks mit TMR-Sensoren – sogar noch eine Stufe präziser und stromsparender als Hall-Effekt-Varianten – vermeiden jeglichen Stick-Drift und arbeiten extrem genau und schnell. Obendrauf setzt Razer auf mecha-taktile Schalter in den Aktionstasten, die sich mit knackigem und leichtgängigen, aber angenehm gedämpftem Druckpunkt melden. Die Klick-Sticks und das hervorragende D-Pad fügen sich nahtlos in dieses hochwertige Bediengefühl ein, und wer gern im Shooter die Zeigefinger freihalten möchte, freut sich über die beiden frei belegbaren Mausklick-Paddles auf der Rückseite, die zudem auch noch exzellent angeordnet sind. Und auch zwei zusätzliche Schultertasten hat Razer verbaut.

Den kompletten Verzicht auf Bluetooth begründet Razer mit dem Anspruch auf niedrigste Latenz: Der fest verbaute USB-C-Stecker sorgt dafür, dass Befehle praktisch ohne Verzögerung und ohne Verbindungsaussetzer ankommen – gerade bei Cloud-Gaming über GeForce Now, Xbox Cloud Gaming oder PS Remote Play ein echter Unterschied. Der Nachteil ist natürlich, dass ältere Apple-Geräte mit Lightning-Anschluss nicht eingesetzt werden können.

Gleichzeitig bietet der Controller praktisches USB-C-Passthrough, sodass Smartphone oder Tablet während des Spielens geladen werden können, und wer sein Headset per 3,5-Millimeter-Klinke anschließt, spart sich zusätzliches Kabelgewirr. Software-seitig vertraut Razer auf seine Nexus-App, die auf Android ab Version 14, iOS ab 18 und Windows 11 läuft. Die App fungiert als zentrales Portal für native Spiele und Streaming-Dienste, erlaubt individuelle Tastenbelegungen und speichert Profile. Zudem gibt’s als Goodie drei Monate Apple Arcade gratis obendrauf, was gerade iOS-Nutzer freuen dürfte.

Und es gibt noch ein Extra: das Razer Kishi V3 Pro unterstützt auch noch das Sensa HD Haptics, also ein Vibrationssystem, das ähnlich dem haptischen System der PlayStation DualSense Controller arbeitet. Die Technologie funktioniert mit Audioanalyse in Echtzeit und wird von über 100 Spielen nativ unterstützt.

In der Praxis erweist sich der Kishi V3 Pro als ein echtes Arbeitstier: Native Titel profitieren von der präzisen Steuerung, während im Cloud-Gaming bei stabiler Verbindung und dank minimaler Latenz sogar Shooter angenehm direkt spielbar sind. Die Flexibilität, zwischen Smartphone und Tablet zu wechseln, ist ein klarer Pluspunkt – nur die Größe des Controllers erfordert ein wenig Planung beim Transport. Zudem könnt ihr den Controller via USB-C-Kabel sogar an einem Windows-PC nutzen, auch wenn das natürlich nicht der eigentliche Sinn des Kishi ist.

Preislich liegt der Kishi V3 Pro mit 169,99 Euro im Premium-Segment. Wer dagegen weniger auf Extras und mehr auf Portabilität setzt, findet mit dem Backbone One oder dem GameSir X3 Type-C günstigere, aber auch weniger umfangreiche Alternativen. Wer jedoch kompromisslose Performance, Präzision und Verarbeitung sucht, wird beim Kishi kaum etwas vermissen. Unterm Strich ist der Razer Kishi V3 Pro genau das, was man von einem High-End-Controller für unterwegs erwartet: ein robustes, durchdachtes Gesamtpaket mit Präzisionssticks und exzellentem Tastenfeedback.

Greift zu, wenn...

… ihr ein High-End-Gefühl und präzise Steuerung bei mobilen Spielen an Smartphones und sogar Tablets sucht.

Spart es euch, wenn...

… ihr einen super-kompakten Controller für die Jackentasche sucht oder mit einem älteren Apple-Gerät zockt.

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Razer hat mit dem Kishi V3 Pro den vielleicht besten Mobile-Controller parat

Der Razer Kishi V3 Pro setzt als Mobile-Controller neue Maßstäbe im mobilen Gaming-Segment. Er liefert in allen zentralen Disziplinen herausragende Features: driftfreie, präzise TMR-Sticks, mecha-taktile Tasten mit individuellem Layout, latenzarme USB-C-Verbindung und flexible Kompatibilität zu Smartphones, Tablets und PCs. Weitere Pluspunkte sind die austauschbaren Stick-Kappen, frei belegbare Rücktasten und das Aufladen während des Spiels. Allerdings ist das Full-Size-Format nicht für die Hosentasche gemacht und Apples ältere Lightning-Geräte bleiben außen vor.

Wer hohe Ansprüche an seine Hardware stellt und als Vielspieler auf Cloud-Gaming oder native Mobile-Games setzt, findet im Kishi V3 Pro ein nahezu perfektes Werkzeug. Casual-Gamer, die oft unterwegs sind und Bluetooth bevorzugen, könnten hingegen mit kompakteren oder günstigeren Modellen besser bedient sein.

Überblick

Pro

  • hochwertige Verarbeitung und Materialien
  • präzise, driftfreie TMR-Analogsticks
  • freie Belegung der Zusatztasten
  • Mecha-taktike Aktionstasten mit tollem Druckgefühl
  • USB-Passthrough
  • 3,5 mm Audioanschluss
  • flexibel in der Gerätenutzung

Contra

  • nicht gerade kompakt
  • unterstützt kein Lightning

Awards

  • Hardware Tipp

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