Test - Sennheiser HD 550 & HD 500 BAM : Test: Aus Kopfhörer wird Headset
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Sennheiser steht für Kopfhörer, die Musik zum Erlebnis machen. Aber auch Gaming-Fans freuen sich über die Spielfreude, Dynamik und Auflösung der breiten Kopfhörer-Palette. Aber was, wenn nicht nur gehört, sondern auch gesprochen werden soll? Dann hilft ein Upgrade, und zwar in Form des HD 500 BAM. Wir haben das knapp 50 Euro teure Mikrofon-Set zusammen mit dem rund 300 Euro teuren HD 550 ausprobiert.
Der Kopfhörer ist mit gerade einmal 237 Gramm ein Leichtgewicht, das gleich beim Aufsetzen durch seinen hohen Tragekomfort auffällt. Das synthetische Velour-Polster ist angenehm weich und die gut dimensionierte Kopfbügelpolsterung schmiegt sich sanft an – selbst bei langen Sessions oder mit Brille tritt nicht ansatzweise Anpressdruck auf. Zudem fühlt sich alles hochwertig verarbeitet und dementsprechend stabil an.
Klanglich spielt der HD 550 ganz oben mit. Der Frequenzgang erstreckt sich von 6 Hz bis 39,5 kHz, betont Höhen und Mitten und bringt Stimmen deutlich und natürlich rüber. Bei Klassik, Pop und Jazz dreht der Kopfhörer auf: Streicher, Klavier oder rhythmische Elemente wie Klatschen werden fein betont und wirken authentisch. Der Tieftonbereich ist präsent, allerdings nicht sonderlich wuchtig – wer hämmernde Bässe für Techno oder Hip-Hop haben will, wird hier nicht fündig.
Es knallt so schön!
Im Mittelpunkt soll aber die Gaming-Performance stehen, und auch hier liefert der HD 550 ab. Im Test mit Battlefield 6 überzeugt seine Räumlichkeit und Differenzierung: Schritte, Schüsse und Stimmen werden klar voneinander getrennt und lassen sich genau orten. Der Sound wirkt offen, dynamisch und intensiv – nur bei Explosionen oder schweren Waffen fehlt es etwas am Druck, den geschlossene Kopfhörer naturgemäß besser transportieren.
Ganz ähnlich ist der Eindruck bei Call of Duty: Black Ops 7. Das wesentlich höhere Spieltempo sorgt für noch mehr akustische Dynamik, aber das stresst den Kopfhörer überhaupt nicht. Feindliche Schritte werden selbst im größten Getümmel jederzeit sehr gut herausgearbeitet, ohne Schussgeräusche, aktive Punkteserien oder Detonationen ihrer Intensität zu berauben.
Doch das Sennheiser kann nicht nur in Shootern auftrumpfen. Beim Open-World-Abenteuer Ghost of Yotai werden die Ohren richtiggehend verwöhnt: Man wird eingehüllt von sanften Shamisen-Klängen, leisem Windrauschen, melodischem Vogelgezwitscher, klirrenden Schwertern, wildem Kampfgeschrei und treibender Musik. Die Spielfreudigkeit und Auflösung des HD 550 machen das Geschehen auf der japanischen Insel zum akustischen Hochgenuss.
Im Handumdrehen ein Headset
Wer seinen HD 550 (oder ein anderes Sennheiser-Headset mit einseitiger Bajonett-Verriegelung) zum vollwertigen Gaming-Headset aufrüsten will, greift zum HD 500 BAM. Für 49,90 Euro liefert Sennheiser ein flexibles Mikrofon mit 1,50 Meter Kabellänge, 3,5-mm-Klinkenanschluss, manueller Lautstärkeregelung und Schieberegler für die Stummschaltung. Drei Windschutze und ein Y-Adapter für PC-Soundkarten liegen ebenfalls bei.
In der Praxis punktet das BAM-Mikrofon mit seiner klaren, natürlichen Stimmübertragung – ohne jegliches Rascheln, Rauschen oder Knarzen. Die offene Bauweise des HD 550 macht Mic Monitoring überflüssig – die eigene Stimme bleibt stets problemlos wahrnehmbar. Ebenfalls schön: Das Mikrofon ist sehr flexibel und verharrt nach kurzer Justierung in der Position, in der man es haben möchte. Die Mute-Taste ist ausreichend groß und damit gut zu bedienen. Dagegen hätte das Rädchen für die Lautstärkeanpassung einen Tick größer ausfallen dürfen.
Greift zu, wenn...… ihr nicht nur beim Zocken alles hören wollt, sondern auch Musik mögt.
Spart es euch, wenn...… euch Wireless-Komfort und Einstellungsmöglichkeiten wichtig sind.



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