News - The Elder Scrolls Online : Kahlschlag auch in der Führungsetage
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Die weitreichenden Entlassungswellen in der Gaming-Branche reißen auch im Jahr 2026 nicht ab. Einem internen Bericht zufolge, der über das US-Medium Game File an die Öffentlichkeit gelangte, hat die jüngste Sparrunde bei Microsoft und Xbox die Führungsetage von ZeniMax Online Studios regelrecht enthauptet. Das Studio, das seit über einem Jahrzehnt das überaus erfolgreiche MMORPG The Elder Scrolls Online betreibt, verliert im Zuge der Restrukturierungen unter anderem seinen Studiochef sowie wichtige leitende Designer. Trotz des abrupten Wechsels bemüht sich die scheidende Führung, der verunsicherten Community und Belegschaft Zuversicht für die Zukunft des Spiels zu vermitteln.
Unter den Entlassungen, die Teil des massiven Stellenabbaus von rund 1.600 Arbeitsplätzen im gesamten Xbox-Kosmos sind, befindet sich an vorderster Front Studiochef Jo Burba. Burba hatte die Leitung der ZeniMax Online Studios erst im vergangenen Juli übernommen, nachdem eine vorherige Entlassungswelle das Studio erschüttert hatte. Nach insgesamt 14 Jahren im Unternehmen muss er nun seinen Hut nehmen.
Doch er geht nicht allein: Auch Susan Kath (Executive Producer), Rich Lambert (Studio Game Director) und Ala Diaz (Production Director) gehören zu den Führungskräften, deren Verträge im Rahmen der Microsoft-Kürzungen vorzeitig beendet wurden. Berichten zufolge soll das Quartett noch einige Monate im Amt bleiben, um eine geordnete Übergabe an die neuen Verantwortlichen zu gewährleisten.
In einer Abschiedsbotschaft an die verbliebenen Angestellten versuchten die scheidenden Führungskräfte, jegliche Sorgen über ein vorzeitiges Ende des Online-Rollenspiels im Keim zu ersticken. Man habe ein "enormes Vertrauen in die Zukunft dieses Studios und das fortlaufende Wachstum von ESO", hieß es in der internen Mitteilung.
Auch von offizieller Seite wird betont, dass die Entwicklungskapazitäten weiterhin stark genug seien, um hochwertigen Content zu liefern. Dennoch hinterlässt der drastische Aderlass – laut offiziellen Arbeitsmarktberichten des Bundesstaats Maryland wurden allein am Standort Cockeysville über 200 Mitarbeiter entlassen – ein tiefes Loch in der Belegschaft.
Die Kündigungen kommen für das Entwicklerteam zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Erst kürzlich hatte das Studio das Live-Service-Modell von großen jährlichen Erweiterungen auf ein neues, saisonales System umgestellt, um kleinere, aber dafür häufigere Inhalts-Updates zu liefern. Ehemalige Entwickler äußerten sich bereits skeptisch über die Machbarkeit dieser ehrgeizigen Pläne nach den harten Schnitten. Unter anderem betonte eine entlassene Designerin gegenüber Medien, dass die verbliebenen Teams kaum in der Lage sein dürften, neue Inhalte im gewohnten Tempo oder in vergleichbarem Umfang zu produzieren.
Das offizielle Community-Team von The Elder Scrolls Online kündigte derweil an, den aktuellen Zeitplan und die Roadmap für die kommenden Monate grundlegend zu evaluieren, um sie an die veränderten Kapazitäten des Studios anzupassen.


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