Test - The Division 2: Kampf um Brooklyn : Test: Feurige Rückkehr zu den Anfängen
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Der “Big Apple” ist untrennbar mit der Geschichte der beiden Division-Spiele verbunden. 2016 war die Stadt der Schauplatz von The Division. 2020 führte der umfangreiche Division-2-DLC “Die Warlords von New York” dorthin zurück und brachte zahlreiche spielerische und inhaltliche Neuerungen mit sich. Heuer steht mit “Kampf um Brooklyn” bereits der dritte Besuch an. Vor neun Jahren begann die Division-Reise in diesem Stadtteil, der jedoch stark begrenzt war und nur für das Tutorial diente. Das ändert sich nun.
Der Name der knapp 15 Euro teuren Erweiterung gibt exakt den Inhalt vor. Die Cleaners haben die beiden nördlichen Bezirke Brooklyn Heights und Dumbo unter ihre Kontrolle gebracht, und das mit einer neuen Waffe. Die “Violette Flamme” brennt so heiß, dass die Rüstung eures Division-Agenten schmilzt wie ein Eis in der prallen Sommersonne. Durch den Effekt "Korrosion" reduziert sich zudem der maximale Schutz, sodass ihr kurzfristig mit weniger Panzerung als gewöhnlich auskommen müsst. Reparatur-Kits heben diese Einschränkung sofort auf, ansonsten geschieht das erst nach einem Kampf.
Hitzige Gefechte
Natürlich machen die Cleaners kräftig Gebrauch von ihrer neuen Wunderwaffe, um deren Entstehung und Verbreitung sich auch die Story der Erweiterung dreht. Die dazugehörigen Missionen finden an abwechslungsreichen Schauplätzen statt: Ihr kämpft euch unter anderem durch eine Klinik, sichert einen Skate-Park oder vertreibt die Feuerteufel vom Pier. Einige kompakte Innen- und Außenbereiche sorgen für intensive Gefechte, weil die Gegner schnell auf Tuchfühlung gehen. Das gilt besonders für die drei Haupteinsätze, die eigene Instanzen darstellen und euch somit aus den frei begehbaren Stadtgebieten hinausführen.
Wer nicht mit einem stabilen Schild-Build durch die Reihen pflügt, freut sich vielleicht über die Rückkehr der Fertigkeit "Smart-Deckung" aus dem ersten Division-Teil. Damit wird nicht nur die Deckung verstärkt, auch Rüstung und Resistenzen gegen verschiedene Statuseffekte erhalten eine Verbesserung. Leider bleibt es die einzige Fertigkeit, die sich im Laufe der Kampagne freischalten lässt. Auch in Sachen Waffen und Rüstungsteilen hält sich der DLC sehr zurück: Lediglich die exotische Maske “Catalyst” ist neu dabei, in deren Mittelpunkt Statuseffekte stehen.
Spielerisch bleibt alles beim Alten, in positiver wie negativer Hinsicht. Waffenhandling und Build-Vielfalt sind gewohnt hervorragend und erlauben unterschiedliche Herangehensweisen an die Gefechte in Brooklyn. Das klassische Schießen aus der Deckung funktioniert ebenso gut wie der agile MP-Kämpfer mit Fokus auf kritische Treffer oder ein Techniker, dessen starke Fertigkeiten ganze feindliche Trupps im Alleingang erledigen. Natürlich gibt es verschiedene Meta-Builds, aber ein Muss sind sie keinesfalls. Experimentierfreudige Naturen entdecken immer wieder Kombinationen aus Waffen, Rüstungsteilen und Skills, die neuen Schwung in den Kampf bringen.
Die alte Leier
Erfahrene Agenten ballern sich innerhalb von sechs Stunden durch die Kampagne. Nimmt man Nebenaktivitäten wie Kontrollpunkte, Propaganda-Sendungen, Kopfgelder und Sammelobjekte dazu, beschäftigt die Erweiterung ungefähr 15 Stunden. Optisch machen Dumbo und Brooklyn Heights, gemessen am Alter des Spiels, richtig was her. Schmutzige Straßen voller Autowracks, halbdunkle Hinterhöfe, verlassene Büroräume oder auch stillgelegte Fabrikanlagen mit mehreren Stockwerken halten die Illusion eines postapokalyptischen New York hervorragend aufrecht.
Doch so gut Stimmung und Spielgefühl auch sind, so eklatant mangelt es der Erweiterung an Ideen. Kopfgeld-Ziele aufspüren und zur Strecke bringen, Territorien befreien, Nachschublieferungen abfangen – all diese Einsätze kennt man seit Jahr und Tag. Und die neue Cleaners-Flamme täuscht nicht ansatzweise darüber hinweg, dass die Fraktion samt ihrer Taktiken und Schwachstellen längst bekannt ist.
Ebenfalls gleich bleiben die Belohnungen. Erfahrungspunkte steigern behäbig das Level des eigenen Charakters und bringen pro Aufstieg einen Behälter mit zufälliger Ausrüstung ein. Der Loot ringt langjährigen Agenten jedoch kein müdes Lächeln mehr ab, sondern wird schnellstmöglich zerlegt oder an der Bastelstation verwertet. Zwischendurch dürfen noch Behälter mit kosmetischen Sachen geöffnet werden, die man allerdings häufig schon besitzt. Am äußerst zähen Grind verändert der DLC also gar nichts.
Düster ist besser
Es ist vor allem reichlich Nostalgie, die den “Kampf um Brooklyn” interessant macht. Vielen gefällt New York aus The Division aufgrund seiner düsteren und bedrohlichen Atmosphäre deutlich besser als die überwiegend helle US-Hauptstadt des Nachfolgers. Spielerisch und hinsichtlich des Umfangs hat wiederum Teil 2 die Nase vorn. Nun kommen die Stärken beider Titel erneut zusammen und sorgen für erhöhte Spielerzahlen, ähnlich wie bei der Warlords-Erweiterung vor fünf Jahren.
>> Zum Test: The Division 2 – Die Warlords von New York <<
Damit das eine Weile so bleibt, ging parallel zum DLC mit “Crossroads” eine frische Saison an den Start, inklusive Fahndungen, exotischen Items, kosmetischen Extras, Modifikatoren und Bug-Fixes. Zudem wurde die Erfahrung für alle verbessert, die erst mit The Division 2 anfangen. Sie können sich beim Spielen an Meilensteinen orientieren, die regelmäßig bessere Ausrüstung freischalten. Damit einher gehen Erklärungen für Waffengattungen, Boosts, Set-Boni und weitere zentrale Spielelemente. So geht es mit einer gewissen Anleitung durch die Kampagne und schließlich ins Endgame. Das Beste daran: Die genannten saisonalen Inhalte kosten euch nicht einen Cent und auch der Season Pass verfügt erneut über einige kostenlose Belohnungen, die ihr euch erspielen könnt. Hier könnt ihr nachlesen, was alles in "Crossroads" steckt.
Greift zu, wenn...… ihr glühende Division-2-Fans seid und New York nicht vergessen könnt.
Spart es euch, wenn...… ihr eine umfangreiche Erweiterung im Warlords-Stil erwartet.



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