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Test - Tunic : Zelda, Dark Souls, und was sonst noch so reinpasst

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Greift zu, wenn...

… ihr ein knackiges Action-Adventure sucht, das sich oldschool anfühlt, aber moderne Mittel verwendet.

Spart es euch, wenn...

… ihr Videospiel-Anfänger seid, die sich durch strenge Spielregeln und wenig Führung leicht frustrieren lassen.

Fazit

Denis Brown - Portraitvon Denis Brown
Für das innere (abgehärtete) Kind

Wenn ich Tunic spiele, beschleicht mich oft ein Spielgefühl, das ich aus meiner Kindheit kenne und schon lange nicht mehr erlebt habe. Es geht um eine Mischung aus prickelnder Neugierde und der Unsicherheit fehlender Erfahrung. Finde ich mega, denn dieses Gefühl wird durch das Vorenthalten von Informationen ausgelöst. Ich muss mich durch das ganze Spiel durchprobieren, so wie einst beim alten 8-Bit-Zelda, bei dem mir ebenfalls nur die Spielanleitung helfen konnte.

In einer Welt, in der die allermeisten Spiele längst bekannten Regeln folgen, viel zu viele Brotkrumen streuen, denen man einfach nur nachgehen muss und selbst kleinste Manöver idiotensicher erklären, empfinde ich das als wunderbare Abwechslung. In Verbindung mit dem simpel gehaltenen, aber schön stylischen Grafikstil und dem tollen Soundtrack fällt es mir allzu leicht, mich in einer Art spielerischen Trance zu verlieren, bei der ich mir irgendwann nicht mehr bewusst bin, wie weit ich wohl schon gekommen sein mag. Tunic verschluckt mich beim Spielen, und das trotz des nicht zu unterschätzenden Schwierigkeitsgrads und der eher weit entfernten, altmodischen isometrischen Kameraperspektive, die im Grunde keine echte Immersion zulässt.

>>Indie-Perlen: 13 Geheimtipps, die du nachholen musst <<

Diese Perspektive ist auch der Grund für den größten Kritikpunkt. Obwohl man Gegner auf Knopfdruck fokussieren kann und viele Vorkehrungen getroffen wurden, die meinen kleinen Helden-Fuchs stets sichtbar halten sollen, legte mir die steife Kamera manchmal unnötig Steine in den Weg, was gerade bei einem Spiel, das so sehr auf dem Spaß beim Erkunden setzt, ein schwer zu ignorierender Minuspunkt ist. Der Magie von Tunic schadet das nicht. Nobody is perfect.

Überblick

Pro

  • knuffiger Grafikstil
  • wunderbarer, oft sphärischer Soundtrack
  • wortlose Vermittlung
  • ausgezeichnete Balance zwischen Schwierigkeitsgrad und Spielbarkeit
  • Retro-Anleihen in geschickter Verpackung
  • offene Metroidvania-Struktur

Contra

  • Perspektive verdeckt manchmal Wege
  • Lösungen für einige Rätsel arg kryptisch
  • gelegentlich unabsichtlich offene Spielweltgrenzen, die in den Tod führen

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