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Preview - Warhawk : Gefechte zu Land und in der Luft

  • PS3
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Anders als im Klassiker seid ihr im PS3-’Warhawk’ allerdings keineswegs auf die futuristischen Flugmaschinen angewiesen. Stattdessen startet ihr jede Runde zu Fuß und steuert eure Spielfigur aus der Third-Person-Perspektive über die Map. Entsprechend könnt ihr so die Gegner aufs Korn nehmen. Neben Standardwaffen wie Maschinengewehr, Granaten, Minen und Snipergun lassen sich auch Flammenwerfer, Raketenwerfer und einiges mehr einsammeln. Die Waffenauswahl ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber rasch erlernt: Per gehaltenem Druck auf das Digi-Kreuz öffnet sich ein Raster, mit dem ihr die gewünschte Wumme aktiviert. Die Soldaten sind alle schnell zu Fuß und können hoch springen, sie sind zugleich aber auch sehr verwundbar. Anders sieht es natürlich aus, wenn ihr in einem Panzer oder sonstigen Gefährt Platz nehmt. Einige Maschinen, wie etwa der bewaffnete Jeep, haben Plätze für mehrere Charaktere. Besonders wichtig in Gefechten mit feindlichen Fliegern sind stationäre Anlagen mit Flugabwehrvorrichtungen. Klar, dass ihr allerdings zu spät mitbekommt, wenn euch ein Feind zu Fuß attackiert, während ihr eine Flugmaschine vom Himmel holen wollt.

Geselliges Ballern

Ihr seht schon, in ’Warhawk’ empfiehlt sich Teamwork. So überrascht es auch nicht, dass der Online-Titel am meisten Spaß macht, wenn ihr teambasierte Spielmodi angewählt habt. Etwa Team-Deathmatch oder das Erobern feindlicher Respawn-Basen. Wer will, kann sich aber auch in einem klassischen Deathmatch austoben. Bis zu 32 Spieler beharken sich gleichzeitig online. Allerdings scheinen die Entwickler viel Wert auf ein einsteigerfreundliches, actionlastiges und temporeiches Gameplay gelegt zu haben: Auch wenn viele Spielelemente an ’Battlefield’ erinnern, spielt sich ’Warhawk’ viel schlichter und rasanter als das genannte Vorbild. Die schnelle Nonstop-Action erinnert eher etwas an den Mehrspieler-Part von ’Resistance: Fall of Man’ und fühlt sich auch ähnlich an. Selbst auf unterschiedliche Charakterklassen wird verzichtet. Somit eignet sich ’Warhawk’ gut für Multiplayer-Neulinge, die erst mal ohne Frust viel ausprobieren und sich langsam in die weitläufigen Schlachten einarbeiten können. Profis nutzen dagegen schon bald geschickt die Vorzüge der unterschiedlichen Fortbewegungsmittel. Überhaupt muss man flexibel sein: Während etwa eine Map nur aus kleinen Karibikinseln besteht und somit der Luftkampf im Zentrum steht, eignet sich eine hügelige Berglandschaft eher für Bodentruppeneinsätze.

Im technischen Bereich gibt sich ’Warhawk’ anhand der vorliegenden Beta-Version unspektakulär, aber handwerklich sauber. Wichtige Elemente in einem Multiplayer-Shooter wie eine stabile Framerate, eine überzeugende Weitsicht und ein sehr guter Netzcode sind schon in der Vorab-Version vorhanden. Dazu kommen eine übersichtliche Menüstruktur sowie ein gelungenes Interface. An den (unfreiwillig?) komischen Animationen der Soldaten sollte Incognito Entertainment allerdings noch feilen. Die Umgebungsoptik ist ganz hübsch, reißt aber den verwöhnten Shooter-Fan nicht vom Hocker. Zu wenig abwechslungsreich sind die Texturen, zu wenig Umgebungsdetails sind vorhanden. Die Fahrzeuge, die Explosionen und die stimmigen Lichteffekte sind dagegen auf der Plus-Seite aufzuführen. Der Sound gefällt mit ordentlichen Effekten, der viel zu undifferenzierte, pompös-kitschige Soundtrack wirkt dagegen zuweilen unpassend.

Fazit

von David Stöckli
EA schreckte bei ’Battlefield: Modern Combat’ noch davor zurück, einen reinen Multiplayer-Shooter für Konsolen zu veröffentlichen. Incognito Entertainment wagt mit ’Warhawk’ allerdings genau dies. Und tatsächlich macht die Beta-Version Lust auf mehr: Die angenehm unkomplizierten, actionlastigen und temporeichen Gefechte machen sowohl Neulingen als auch Profis Spaß. Dank unterschiedlicher Fahrzeuge, Waffen und Flieger kommt die Abwechslung nicht zu kurz. Während der Netzcode schon jetzt überzeugt, macht mir das Balancing noch etwas sorgen – in der Beta wirken die Waffen noch ein wenig unausgewogen, außerdem ist es im Eroberungsmodus für das schwächere Team rasch praktisch unmöglich, das Blatt zu seinen Gunsten zu wenden. Hier sollten die Entwickler noch einige Zeit in das Feintuning investieren.

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