News - Warner Bros. : Übernahme durch Paramount liegt erstmal auf Eis
Ein kartellrechtliches Verfahren macht dem geplanten Warner-Paramount-Deal vorerst einen Strich durch die Rechnung. Der milliardenschwere Kauf liegt vorerst auf Eis.
Bereits vor wenigen Tagen wurde ja publik, dass im Hinblick auf die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance neues Ungemach droht. Hintergrund ist ein kartellrechtliches Verfahren in den USA, das dem Deal einen Strich durch die Rechnung machen könnte. Paramount Skydance hat wenige Tage nun reagiert und legt die geplante Übernahme vorerst auf Eis - vom Tisch sein muss diese deswegen aber noch lange nicht.
Zum Hintergrund: Am 20. Juli wurde wurde die geplante Fusion per einstweiliger Verfügung veranlasst auf höchstrichterlicher Ebene pausiert. Hintergrund seien kartellrechtliche Bedenken, da sich nach Ansicht der Richter die Marktmacht in der Film- und Fernsehbranche durch die Übernahme zu sehr konzentriere. Das könne negative Folgen für Endkunden im Hinblick auf höhere aufgerufene Preis an Kinokassen und Co. führen.
Einige Tage später hat nun auch Paramount die neue Sachlage evaluiert und in einem Statement bestätigt, dass man mit den Richtern eine Übereinkunft erzielen habe können, den Deal vorerst auf Eis zu legen. Die Übernahme von Warner Bros. ist damit aber nicht vom Tisch, vielmehr handelt es sich um eine Verschiebung, denn die Fusion soll nun weiter ausgearbeitet und später vollzogen werden. Der Prozess dürfte daher nun aber etliche Monate länger dauern und es wird erwartet, dass dieser keinesfalls vor Juni 2027 abgeschlossen wird. Durch die Verschiebung kann Paramount auch erst den Ausgang des Kartellrechtsverfahrens vor Gericht abwarten.
Die getroffene Vereinbarung mit den Richtern sieht vor, dass die Übernahme frühestens fünf Tage nach Abschluss des gerichtlichen Prozesses vorangetrieben werden kann. Sollte es bis zum 1. Juni 2027 zu keiner gerichtlichen Verhandlung anlässlich der Kartellrechtsklage kommen, kann Paramount den Kaufprozess weiter vorantreiben.
Gegenüber Variety bezeichnete Paramount diese Vorgehensweise in einer Stellungnahme als grundsätzlich positie Sache, "denn das Ergebnis ist genau das, was wir von Anfang an angestrebt haben: ein direkter Weg zu einem auf Beweisen beruhenden Prozess".
Die Richterin Letitita James zeigte sich vorerst in einer Pressemitteilung ebenfalls erfreut, da die vorläufige Aussetzung der Fusion "ein entscheidender Sieg in unseren Bemühungen, das Gesetz zu wahren und die Film- und Fernsehbranche zu schützen" sei.

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