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Preview - Assassin’s Creed: Black Flag Resynced : Angespielt: Sieht toll aus! Aber kann das spielerisch noch mithalten?

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Was lange Zeit nur Gerücht und schließlich Leak war, wurde vor gerade mal einem Monat endlich offiziell: Mit dem Remake von Assassin’s Creed: Black Flag überbrückt Ubisoft die Wartezeit zwischen Assassin’s Creed: Shadows und dem kommenden Assassin’s Creed: Project Hexe. Schon am 9. Juli soll der Titel erscheinen. Wir konnten es jetzt mehrere Stunden ausgiebig anspielen.

Toll sieht es aus! Assassin’s Creed: Black Flag Resynced wird ein vollständiges Remake eines der beliebtesten Teile der Reihe, und das heißt vor allem: Die Grafik erstrahlt im vollen Glanz der aktuellen Anvil Engine, die auch schon Assassin’s Creed: Shadows zum Augenschmaus machte.

Die malerischen karibischen Inseln, das Glitzern auf dem saphirblauen Meer und dann natürlich die bombastischen Seeschlachten mit ihrem Kanonenfeuer, peitschendem Regen oder auch die zeitgemäß neu erstellten Gesichtsanimationen – Assassin’s Creed 4: Black Flag mag schon 13 Jahre alt sein, doch im „Resynced“ betitelten Remake gibt es sich den Anstrich eines durch und durch modernen AAA-Open-World-Spiels, wie man es heutzutage von dieser Art Großproduktion erwartet.

Inhaltlich weitgehend identisch

Inhaltlich ist das Spiel hingegen weitgehend identisch. Drei neue Nebencharaktere breiten ihre Geschichten in zusätzlichen Nebenquests aus, für die die Entwickler sechs ergänzende Stunden Spielzeit versprechen. Ansonsten beschränken sich die Neuerungen auf dezente Modernisierungen bei Steuerung und Kampfsystem, sowie Wetter-Effekte und eine umfangreichere Unterwasser-Welt.

Wenn ihr Assassin’s Creed 4: Black Flag gespielt und noch halbwegs in der Erinnerung präsent habt, dann gereicht euch das bereits zu einer ziemlich genauen Vorstellung von dem, was zu erwarten ist: die riesige Open World der gesamten Karibik mit ihren zahllosen Inseln und Städten, die spektakulären Seeschlachten und die zahlreichen Lager und Festungen, durch die ihr von Bananenstauden zu Heuhaufen schleicht.

Gleichzeitig stellt man aber beim erneuten Spielen nach 13 Jahren unweigerlich fest, wie viel dieses Spiel noch zu bieten hatte, das man zwischenzeitlich schon wieder vergessen hat, weil es in den Nachfolgern nicht mehr vorkam: die Tauchgänge per Taucherglocke zu versunkenen Schätzen, die Notenblätter, die es für neue Shantys über die Dächer zu jagen galt, die Attentatsziele, die man an Taubenschlägen aufgetragen bekam, die Dirnen, die sich anheuern ließen, um in ihrer Mitte unentdeckt in Sperrgebiete zu gelangen, Diebe, die durch die Gassen verfolgt wurden, Tiere, die sich für neue Ausrüstung häuten ließen, der Walfang und und und … Welche davon hättest du spontan noch aufzählen können?

Assassin’s Creed 4: Black Flag war seinerzeit mit einer Spielzeit von 50-100 Stunden eines der größten und umfangreichsten Spiele, die es damals gab, und trug maßgeblich dazu bei, dass diese Zahl heutzutage fast normal in solcherlei aufwendig produzierten AAA-Open-World-Spielen ist, erkaufte sich diesen Umfang aber auch mit einer zweifelhaften Masse an Nebenbetätigungen und Sammelkram.

Daran wird Resynced nichts ändern. Die Entwickler betonten im Laufe unseres Anspieltages mehrfach, es sei ihnen vor allem darum gegangen, dem Original inhaltlich so nahe wie möglich zu kommen und es in erster Linie technisch und grafisch auf den neuesten Stand zu bringen. Wer also Teil 4 damals gerade für oder auch trotz dieser Masse statt Klasse liebte, der wird auch mit dem Remake vollends bedient.

Die Änderungen fallen derweil so dezent aus, dass ich sie ohne genaue Erläuterung durch die Entwickler vermutlich nur bemerkt hätte, wenn ich Original und Remake in einem direkten Vergleich nebeneinander stellen würde.

Dezente Änderungen bei Kampfsystem und Details

Das Kampfsystem fällt nun geschmeidiger aus und etwas weniger overpowered – mit Betonung auf „etwas“, denn in der Praxis erwies es sich immer noch als ähnlich übermächtig, wie ich es aus dem Original in Erinnerung habe. Statt fünf sind jetzt nur noch drei Instant-Kills nach erfolgreichem Parieren möglich – nun ja, grundlegend ändert sich dadurch nicht viel.

Auch das Schleichen wurde zeitgemäß auf einen Tastendruck zum Bücken gelegt – ansonsten aber nur mit der Pinzette angefasst. Die ewige Kinderkrankheit der Assassin’s-Creed-Reihe, dass der Hauptcharakter regelmäßig seinen eigenen störrischen Kopf durchsetzt, anstatt einfach mal dorthin zu laufen, wo ich will, meldete sich jedoch schon nach kürzester Zeit zurück.

Was sich hingegen nicht zurückmelden wird, ist die Gegenwartsgeschichte, die in Black Flag nach dem Abschluss der Desmond-Saga im Vorgänger Assassin’s Creed III noch nicht so recht zu wissen schien, wo die Entwickler damit als Nächstes hin wollten. Sie wurde komplett gestrichen. Ersetzt wird sie in Resynced durch vier neue, geheime Missionen, die ins verborgene Innere des Animus führen sollen und womöglich die Geschichte von Black Flag mit den aktuellen Teilen des Franchise verbinden werden.

Sonstige Änderungen finden sich allenfalls im Detail: Erweiterte Zwischensequenzen mit moderneren Animationen bringen die Inszenierung auf einen modernen Stand. Das neue Wetter-System tauscht die karibische Urlaubssonne regelmäßig gegen prasselnden Regen und peitschenden Sturm. Statt nur an vorgezeichneten Orten auf Tauchgang gehen zu dürfen, lässt sich die malerische Unterwasserwelt wie in Assassin’s Creed: Odyssey an jeder gewünschten Stelle auf Schätze absuchen. Und natürlich profitieren die Schiffskämpfe von der jahrelangen Auseinandersetzung der Entwickler bei Ubisoft Singapore mit dem Thema.

Denn die zeichneten bereits vor 13 Jahren im Original für genau diesen Teilbereich des Spiels verantwortlich, woraus bekanntlich nach schwerer Geburt Skull & Bones hervorging. Ansonsten traten sie vor allem durch Zuarbeiten in Erscheinung wie der Erstellung fast sämtlicher E3-Demos der Assassin’s-Creed-Reihe.

Das war’s im Grunde. Viel mehr wird sich vermutlich auch im Test am 9. Juli über Black Flag Resynced nicht sagen lassen, außer der Antwort auf die Frage, ob das heute noch reicht oder ob dem Remake das letzte bisschen Mut fehlt, diesen Klassiker des Franchise auch in seinem Kern so zu erneuern, dass er auf Augenhöhe zu seinen modernen Vertretern aufschließen kann.

Bis dahin lässt sich festhalten, dass sich Assassin’s Creed: Black Flag immer noch exzellent spielt, mit allen seinen Vor- und Nachteilen, die aber ja in ihrer Summe auch zu seinem großen Erfolg und der anhaltenden Beliebtheit beigetragen haben. Denn damals wie heute gilt: Mach, was dir Spaß macht! Den Rest lass sein. Denn letzten Endes geht es nur darum.

Video-Preview zu Assassin’s Creed: Black Flag Resynced - Sieht toll aus! Aber kann das spielerisch noch mithalten?

13 Jahre nach dem Original erhält Assassin’s Creed: Black Flag ein vollständiges Remake.

Fazit

Matthias Grimm - Portraitvon Matthias Grimm
Einer der besten Teile der Serie in zeitgemäßer und wunderschöner Aufmachung mit all seinen alten Vor- und Nachteilen

Toll sieht es aus! Assassin’s Creed: Black Flag Resynced wird ein vollwertiges Remake eines der beliebtesten Teile der Reihe, und das heißt vor allem: Die Grafik erstrahlt im vollen Glanz der aktuellen Anvil Engine, die auch schon Assassin’s Creed: Shadows zum Augenschmaus machte.

Spielerisch bleibt der Titel nahezu unverändert. Drei neue Nebencharaktere versprechen mit ihren Nebenquests etwa sechs Stunden zusätzliche Spielzeit. Ein Wetter-System sorgt jetzt für spektakuläre Sturmfronten, ihr könnt nun überall die Unterwasser-Welt erkunden und nicht nur an bestimmten Orten. Kleinere Modernisierungen bei Kampfsystem und Steuerung waren bitter nötig, fallen aber so dezent aus, dass ich sie ohne Erläuterung der Entwickler vermutlich kaum bemerkt hätte.

>> 10 interessante Fakten, die du noch nicht über Assassin's Creed wusstest <<

Assassin’s Creed: Black Flag Resynced erbt ansonsten von seinem Original sämtliche Vor- wie Nachteile. Es macht von der ersten Sekunde immer noch erstaunlich viel Spaß und fährt eine seinerzeit unvorstellbare Masse an Betätigungen, Ortschaften, Nebenquests und Sammelkram auf, die schier endlos beschäftigt, aber schon damals irgendwann zu viel des Guten war. Vermutlich wird über Resynced bei Release am 9. Juli dasselbe zu sagen sein.

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