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Test - Assassin's Creed: Origins : The Hidden Ones: Der erste DLC im Test

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Mit The Hidden Ones erschien soeben der erste Story-DLC und damit der Auftakt des Season Pass von Assassin's Creed: Origins. Vier Jahre nach den Ereignissen des Hauptspiels erleben wir die Anfänge der späteren Assassinen-Bruderschaft und ihre erste Bewährungsprobe in einem rund sechs- bis zehnstündigen Abenteuer auf der Sinai-Halbinsel.

Es ist schon bewundernswert, mit welcher Fürsorge sich Ubisoft fast schon väterlich um sein Baby Assassin's Creed: Origins kümmert. Die Zeit bis zum nun erschienenen kostenpflichtigen DLC überbrückten die Entwickler mit kleinen Gratisinhalten wie den spektakulären, wenn auch etwas eintönigen Bosskämpfen gegen ägyptische Götter sowie einer neuen Nebenmission, die die Storybrücke zwischen dem Hauptspiel und der Erweiterung schlägt. Demnächst erscheint mit der Entdeckungstour „Das alte Ägypten“ zudem eine interaktive Studienreise für all jene, die sich vor allem für die historischen Hintergründe der Epoche interessieren. Und nun also der erste von insgesamt zwei kostenpflichtigen Story-DLCs.

Die Anfänge der Bruderschaft

The Hidden Ones – auf Deutsch: „Die Verborgenen“ – stellt den eher „geerdeten“ Auftakt des zweiteiligen Season-Pass-Pakets dar, der in wenigen Monaten mit dem „Fluch der Pharaonen“, dessen Mumienzombies und mythologischen Monstern zum Abschluss einen deutlichen Fantasy-Einschlag nehmen wird.

Bayek verschlägt es dieses Mal auf die Sinai-Halbinsel, jener dreieckige Landzipfel, der zwischen Ägypten und dem heutigen Israel ins rote Meer hineinragt. Von dort hat ihn die Kunde über Sklaverei und brutale Unterdrückung erreicht. In einem Steinbruch müssen die Ägypter unter der Knechtschaft der Römer Schwerstarbeit verrichten. Selbst Kinder werden dort geschunden, bis sie vor Anstrengung elendig sterben.

„Die Verborgenen“ zeigt die spätere Assassinen-Bruderschaft in ihren Anfangstagen, noch zu schwach und unerfahren, um dem Feind offen zu begegnen. Erst langsam, aber angesichts der allerorts grassierenden Ungerechtigkeit immer schneller wächst das Gefolge für Bayeks Privatarmee der Rechtschaffenen, die ihren Mangel an Erfahrung durch Beherztheit und Verzweiflung wettmachen – nichts ahnend, dass sie mit ihrer Geheimorganisation auch auf der Gegenseite ein Pendant heraufbeschwören, den „Orden“, der mit den späteren Templern eines Tages ihren ewigen Widersacher bilden wird.

Neue, alte Inhalte

Assassin's Creed: Origins – The Hidden Ones enthält drei neue Gebiete und mit ihnen mehr oder weniger alles, was das Hauptspiel auszeichnete, nur eben in kleinerer Dosis: neue Haupt- und Nebenmissionen, die zugehörigen Attentatsziele, Städte, Lager, Forts, Türme, Wüsten und Canyons. Vor allem Canyons. Beim Design der Spielwelt wurde ein Großteil aus dem Arsenal des Hauptspiels wiederverwertet und lediglich neu angeordnet.

Highlight des Spiels sind daher die aus dem Einerlei herausragenden und nach wie vor spektakulären Sehenswürdigkeiten auf der Sightseeing-Tour durchs alte Ägypten: ein Steinbruch, der als riesiger Schlund im Boden bis zu den Toren der Hölle zu reichen scheint, um seine gequälten Sklavenarbeiter darin zu verschlingen, und eine einst majestätische Pyramide, die in einer Baustelle des Irrsinns gerade abgetragen wird, um der römischen Kriegsmaschinerie und ihrem Hunger nach Rohstoffen als Nahrung zu dienen.

Assassin's Creed: Origins - Die Verborgenen DLC Launch Trailer (dt.)
Den Trailer zum neuen DLC "Die Verborgenen" zu Assassin's Creed: Origins gibt es nun auch mit deutschen Untertiteln.

Doch ansonsten: vor allem Mehr vom Gleichen. Das Level-Cap wurde nun auf Stufe 45 angehoben, was effektiv eigentlich keinen großen Unterschied macht. Es gibt neue Soldatenlager, Hyänenrudel und Nilpferdnester, Papyrusrätsel, sogar Steinkreise, Eremiten und Phylakes. Die Haupt- und Nebenquests spulen ihr bewährtes Repertoire ab aus Attentaten auf Bösewichter, Befreien von Verbündeten und Untersuchen von Tatorten. In vielerlei Hinsicht fühlt sich der DLC in gleichem Maße nach einer bloßen Aufzählung an, wie dieser Artikel im Grunde eine ist.

Als besonders hübsch sticht vor allem eine Nebenmission heraus, die den Spieler wie auf einer Schnitzeljagd einmal quer durch die gesamten neuen Gebiete schickt. Ägypten-Rundreise all inclusive gewissermaßen, mitsamt Leopardenhäutung, Hauptmannsvisite und Schätzeplündern. Auch einen neuen Bosskampf gibt es, der zwar auf den ersten Blick etwas enttäuschend unspektakulär erscheinen mag, spielerisch aber recht trickreich gestaltet ist, weil er auf sehr begrenztem Raum stattfindet, was die eigenen Kampfskills und den Einfallsreichtum fordert.

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