Länderauswahl:
Du wurdest von unserer Mobile-Seite hierher weitergeleitet.

Preview - Call of Duty: Modern Warfare 4 : Wir haben den Multiplayer schon gespielt und die Kampagne gesehen

  • PC
  • PS5
  • XSX
  • NSw2
Von  |  | Kommentieren

Wie erwartet heißt das neue Call of Duty Modern Warfare 4. Infinity Ward übernimmt als Hauptstudio in diesem Jahr die Führung und setzt das 2019 begonnene Reboot der Modern-Warfare-Reihe fort. Mit einer klassischen Kampagne, einem bodenständigen Multiplayer-Modus und der Extraction-Sandbox DMZ als drittem Spielmodus will der Shooter wieder stärker an die Wurzeln der Serie anknüpfen.

Wir konnten bereits erste Details zur Kampagne erfahren und den Multiplayer rund drei Stunden lang ausprobieren. Call of Duty: Modern Warfare 4 erscheint am 23. Oktober 2026 für PC, PS5, Xbox Series X/S und Switch 2. Es ist das erste Spiel der Reihe, das sich vom technischen Ballast der alten Konsolengeneration trennt und PS4 sowie Xbox One nicht mehr unterstützt.

Multiplayer: Mehr Kontrolle und flüssige Bewegungen

Infinity Ward verspricht völlige Kontrolle über die Bewegungen: Es hat zwar ein paar Runden gedauert, bis ich mich nach dem akrobatischen Omnimovement der jüngeren Black-Ops-Teile wieder auf den realistischeren Modern-Warfare-Schlachtfeldern zurechtgefunden habe.

Aber dann war ich wieder drin in den Gefechten und nicht nur ein leichtes Opfer für die wild herumspringenden und rutschenden Gegner, die mich zielsicher aufs Korn genommen haben. Das Tempo ist hoch, die Time to Kill niedrig: ein, zwei Treffer und ab geht’s in den Respawn.

Habt ihr euch aber an die fließenden Bewegungsabläufe gewöhnt, springt ihr agil von Deckung zu Deckung und nutzt das dynamische Lehnen, um vorsichtig um eine Ecke zu spähen und Feinde aufs Korn zu nehmen, klettert auf Vorsprünge oder Container und rutscht auf dem Rücken liegend mit Schwung über die Karte.

Die Entwickler möchten, dass ihr euch wie ein „Badass“ fühlt. Und genau das Gefühl hat man, wenn eine geschmeidige Kombination an Bewegungen gelingt und ihr einen Kill landet. Zumindest bis der nächste Headshot einen wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt.

Habt ihr euch auch schon immer geärgert, wenn ihr aus der Hüfte auf einen Gegner gefeuert und ihn dabei eigentlich perfekt im Visier hattet, aber die Kugeln überall hingegangen sind, nur nicht ins Ziel? Dann könnt ihr aufatmen, denn die Entwickler haben den Bloom, also die zufällige Streuung beim Hüftfeuer, nahezu eliminiert. Wenn das Fadenkreuz oder der Ziellaser auf einem Gegner liegt, dann trefft ihr. Auch der Rückstoß der Waffen, zumindest bei denen, die wir ausprobieren konnten, fühlt sich realistisch und nicht übertrieben an.

Eine weitere Neuerung sind die Apex Attachments, die bei maximalem Waffenfortschritt freigeschaltet werden. Das dauert natürlich eine Weile, aber dann steht euch je Waffe mindestens ein weiterer mächtiger Aufsatz zur Verfügung. Beispielsweise eine Pistole mit Schrotflinten-Option, lasergesteuerte Raketen oder ein Super-Schalldämpfer für das Maschinengewehr. Insgesamt wird es direkt zum Start 28 Apex Attachments geben und wir sind gespannt, was für Unheilbringer die Entwickler noch so in petto haben.

Wie gewohnt könnt ihr einen eigenen Operator erstellen und euer Loadout je nach Anforderung frei zusammenstellen. Wenn ihr noch keine große Erfahrung habt, hilft euch der neue Waffenschmied gerne weiter. Auf Basis eures bevorzugten Spielstils und den bereits freigeschalteten Aufsätzen bekommt ihr Vorschläge für die abgestimmte Ausrüstung. Das muss aber nicht immer unbedingt die perfekte Auswahl sein, aber ist definitiv eine große Hilfe, bis ihr euch mit den vielfältigen Optionen vertraut gemacht habt.

Nach einigen Runden Team Deathmatch, Domination und den herrlich chaotischen 10-vs-10-Gunfights, bei denen man in jeder kurzen Runde eine neue Waffe erhält, sind wir von den neuen, verwinkelten Karten wie Mumbai, Silkworm oder dem dynamischen Kill-Box-Schlachtfeld angetan. Besonders Kill Box bietet eine echte Herausforderung: Die Entwickler haben sich den modularen Aufbau des Bernabéu-Stadions von Real Madrid als Vorbild genommen, wobei die Karte in jeder Runde zufällig neu aufgebaut wird. Mehr als 500 Kombinationen sind möglich, wodurch sich Deckungen, Sichtlinien und Routen verändern. Die Map auswendig zu lernen, ist schlicht nicht möglich, daher müsst ihr euch bei jedem Match neu orientieren.

Nur noch kurz die Welt retten: Modern Warfare 4 verspricht eine klassische Kampagne

Ich gehöre zu den Call-of-Duty-Spielern, die sich nicht gleich auf den Multiplayer-Modus stürzen, sondern erst einmal genüsslich die Kampagne spielen. Und in den letzten Jahren war das für mich eine Angelegenheit der gemischten Gefühle: Während mich Black Ops 6 noch sehr gut unterhalten hat, konnten mich die uninspirierten offenen Kampfmissionen in Modern Warfare III und der unglücklich umgesetzte Koopmodus aus Black Ops 7 nicht mehr wirklich abholen.

Das dürfte sich aber bei Modern Warfare 4 ändern, denn was die Entwickler präsentiert haben, sieht wieder nach einer klassischen, wuchtig inszenierten Blockbuster-Kampagne vor spektakulären Kulissen aus. Worum geht’s? Auf der koreanischen Halbinsel kocht der seit Jahrzehnten schwelende Konflikt über, als im Norden ein neuer Diktator an die Macht kommt und den Süden in einer großangelegten Militäraktion überfällt. Die international schnell eskalierende Krise droht sich zum Dritten Weltkrieg auszubreiten, was ihr natürlich unbedingt verhindern müsst.

In einem Handlungsstrang verfolgt ihr die Geschichte des jungen südkoreanischen Soldaten Park, der mit seiner Einheit erstmals in einen aktiven Kriegseinsatz gerät und sich zuerst Rückzugsgefechte liefert, um im Verlauf der Kampagne mit seinen Kameraden in die Offensive zu gehen. Spannend: In einigen Abschnitten wird der Krieg wohl auch aus nordkoreanischer Sicht betrachtet. Während Park und sein Trupp um ihr Leben kämpfen und über sich hinauswachsen müssen, verfolgt ihr in einem zweiten Handlungsstrang einen alten Bekannten.

Nach den Ereignissen aus Modern Warfare III befindet sich Captain John Price auf einer ganz persönlichen Mission. Eigenmächtig und ohne Unterstützung seines Task-Force-141-Teams verfolgt der SAS-Spezialist den russischen Ultranationalisten Makarow, mit dem er noch eine Rechnung offen hat. Auf den ersten Blick erkennt man Price ohne seinen ikonischen Fischerhut und markanten Schnauzbart gar nicht. Aber der anscheinend abtrünnig gewordene Soldat wird gleichzeitig von Freunden und Feinden gejagt und muss im Verborgenen agieren. Dabei hilft ein dunkler Vollbart enorm.

Die Missionen jagen euch atemlos rund um die Welt. Ihr kämpft in koreanischen Städten, stürmt eine Nuklearanlage, liefert euch wilde Verfolgungsjagden durch New York und die engen Straßen von Paris oder seid bei einem Spezialeinsatz in Mumbai hautnah dabei. Die Kampagne verspricht Abwechslung zwischen bombastisch inszenierten Materialschlachten und spannenden Geheimoperationen.

Extraction-Shooter DMZ 2.0 kommt

Neben der Kampagne und dem Multiplayer wird Modern Warfare 4 noch einen dritten Spielmodus bieten. Diesmal sollt ihr euch aber nicht durch Zombiehorden metzeln, stattdessen setzt Infinity Ward auf eine Neuauflage der Extraction-Sandbox DMZ. Der erstmals in Call of Duty: Modern Warfare II (2022) eingeführte Modus kehrt jetzt in einer überarbeiteten Version zurück, in der ihr solo oder im Squad in eine gefährliche Konfliktzone aufbrecht. Weitere Details dazu dürfen wir aber erst am 7. Juni verraten. Bis dann!

Fazit

Ulrich Wimmeroth - Portraitvon Ulrich Wimmeroth
Imposante Kampagne, launiger Multiplayer und Extraction-Modus: Call of Duty verlässt sich auf seine alten Stärken

Zurück zu den Wurzeln: Modern Warfare 4 setzt auf einen bodenständigen Multiplayer mit flüssigen Bewegungen, eine klassische Blockbuster-Kampagne und den Extraction-Shooter DMZ als dritten Spielmodus.

Drei Stunden Multiplayer sind wirklich nicht genug, um ein abschließendes Urteil zu bilden. Was ich ausprobieren konnte, hat aber schon richtig Laune gemacht: Es gibt kaum Einschränkungen in der Bewegungsfreiheit, das Waffen-Handling ist präzise und das Multiplayer-Gameplay fühlt sich authentischer an als das Omnimovement-System aus Wall-Jumps und akrobatischen Einlagen der Black-Ops-Teile.

>> Die 10 besten Extraction-Shooter <<

Hinzu kommt eine klassische Kampagne mit abwechslungsreichen Missionen, Over-the-Top-Action und reichlich Schauwerten sowie der DMZ-Modus als dritter Baustein von Modern Warfare 4. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf den 23. Oktober, wenn ich die Kampagne spielen und mit vollem Elan in den Multiplayer einsteigen kann.

Kommentarezum Artikel