… wenn ihr euch mal wieder mit Mutanten, seltsamen Ereignissen und dem gesamten Umfeld des legendären Reaktors beschäftigen möchtet und es euch nicht stört, dass nicht alles im Spiel so ganz rund ist.
Spart es euch, wenn...
… ihr auf einen knackigen, actionreichen Open-World-Shooter gehofft habt.
Chernobylite ist ein seltsames Spiel. Weder Rollenspiel noch Shooter, und auch Basebuilding und Survival-Horror ist es nicht, aber doch ein bisschen von allem. Manchmal etwas öde in den Nebenmissionen, dann wieder nervenzerfetzend und spannend aufgrund seiner starken Atmosphäre. Mal wunderbar erzählt, dann wieder seltsam oberflächlich. Mal bildschön und dann doch wieder technisch holprig. Ambitioniert ist Chernobylite auf jeden Fall, auch wenn nicht jede Idee wirklich gut in die Tat umgesetzt wurde.
Die Atmosphäre, die gelungene Story und die gut ausgearbeiteten Charaktere fesseln mich ebenso sehr, wie mich Dinge nerven, die immer wieder die Immersion beeinträchtigen. Durch die merkwürdige Struktur mag nie wirklich ein Flow aufkommen, dennoch saugen mich die Schlüsselmissionen mit ihren Konsequenzen auf die eigenen Aktionen immer wieder zurück ins Spiel. Ja, Chernobylite ist wahrlich ein seltsames Spiel. Aber insgesamt auf eine positive Art, sodass die knapp 30 Euro für den Titel absolut keine Fehlinvestition sind, wenn ihr mal etwas außerhalb der üblichen Schubladen zocken wollt.
Überblick
Pro
schön gestaltete Umgebungen, die sich immer wieder verändern
gut ausgearbeitete Charaktere
durchaus interessantes Basebuilding
viel Spannung in den wichtigen Missionen
viel Atmosphäre
sehr authentische Umsetzung der Areale
insgesamt gelungene Story
Contra
ungewohnte Missionsstruktur
Basisausbau ohne visuelle Auswirkungen aufs Team
etwas sperrige Kampfmechanik
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