Derber Humor und herrlich motivierender Gameplay-Loop
Schade, dass Cult of the Lamb so kurz ausfällt. Der Kreislauf aus großzügigem Management und wiederholten Dungeon-Runs besteht aus so vielen kleinen Unterbeschäftigungen, dass ich oft nicht bemerkte, wie schnell die Zeit verging. Die Kampfhandlungen sind so wunderbar leichtgängig, ohne bei der Herausforderung zu knausern, dass ich mich selten an den Wiederholungen störte. Lediglich die zufällige Zuteilung der Waffen und Zauber kann manchmal etwas nerven. Ich hätte mir gewünscht, meine aktuellen Waffen gegen eine Ressourcen-Gebühr behalten zu dürfen. Ein kleiner Kritikpunkt, der wenig am Gesamteindruck verändert.
Mit seinen okkult anmutenden Opferritualen im Management-Teil, mitunter knebelnden Lebensbedingungen für die Schäfchen und einigen anderen bitterbösen Handlungen reizen die die Macher von Massive Monster das Thema schwarzer Humor jedoch so krass aus, dass so mancher zartbesaitete Spieler sich daran stören könnte. Ich für meinen Teil beschwere mich ganz bestimmt nicht, habe ich mich doch köstlich amüsiert, zumal ich auf bösen Humor stehe und den religiösen Kontext mit dem nötigen Abstand betrachte. Allein der Mix aus Paper-Mario-Niedlichkeit und bitterbösen Inhalten entlockt mir beim Spielen ein Dauergrinsen. Wenn es euch ähnlich geht, solltet ihr Cult of the Lamb unbedingt eine Chance geben.
Überblick
Pro
bizarrer Mix aus Niedlichkeit und brutalem Religions-Kult
durchschaubare Management-Struktur
personalisiertes Micro-Management
sehr leichtgängiges, aber forderndes Dungeon Crawling
zuckersüßer Paper-Mario-Grafikstil
Contra
prozedurale Waffenzuteilung manchmal nervig
Upgrade-Menüs könnten übersichtlicher gestaltet sein
Awards
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PS4
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PS5
XSX
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