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News - Fortnite : Alterssperren für Skins von Harley Quinn und Poison Ivy

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Der extrem erfolgreiche Online-Shooter Fortnite hat sich längst von einem reinen Battle-Royale-Spiel zu einer gigantischen Plattform entwickelt. Neben dem klassischen Überlebenskampf beherbergt das Spiel inzwischen Lego Fortnite, Fortnite Festival, Rocket Racing sowie tausende von Nutzern erstellte Kreativ-Inseln. Diese Vielfalt stellt den Entwickler Epic Games jedoch vor logistische Herausforderungen beim Jugendschutz. Um den Richtlinien internationaler Jugendschutzbehörden gerecht zu werden, müssen die verschiedenen Spielmodi und Karten mit individuellen Altersfreigaben versehen werden. Dies führt nun dazu, dass bestimmte kosmetische Spielcharaktere, darunter die neuen Sommer-Skins von Harley Quinn und Poison Ivy, auf familienfreundlichen Karten nicht verwendet werden dürfen.

Die Entscheidung von Epic Games basiert auf einem dynamischen Bewertungssystem, das die Alterseinstufungen von Organisationen wie der ESRB oder PEGI direkt in das Spiel integriert. Jede von Spielern erstellte oder offizielle Karte besitzt eine eigene Einstufung. Wenn eine Karte beispielsweise für Kinder ab sechs Jahren freigegeben ist, gleicht das System die Ausrüstung der Spieler mit den Jugendschutz-Richtlinien ab.

Da die Designs von Harley Quinn und Poison Ivy von den Jugendschutzfiltern aufgrund ihrer leicht bekleideten oder aufreizenden Darstellung als ungeeignet für jüngere Kinder eingestuft werden, greift hier die neue Sperre. Versucht ein Spieler, eine solche Karte mit einem der betroffenen Skins zu betreten, verweigert das Spiel die Darstellung und ersetzt das Outfit automatisch durch einen der standardmäßigen, völlig neutralen Standard-Charaktere.

Diese Maßnahme betrifft jedoch nicht nur optische Freizügigkeit. In der Vergangenheit wurden auch schon Skins gesperrt, die sichtbare Holster, Pistolen oder Munitionsgurte an ihren Gürteln tragen, da diese auf kinderfreundlichen Inseln als zu gewalttätig empfunden werden könnten. Die betroffenen Spieler können ihre gekauften Inhalte zwar weiterhin uneingeschränkt im klassischen Battle-Royale-Modus oder in anderen Welten mit einer höheren Altersfreigabe nutzen, doch der Unmut in der Community wächst. Viele Spieler betonen, dass sie echtes Geld für diese kosmetischen Gegenstände bezahlt haben und nun willkürlich in ihrer Nutzung eingeschränkt werden, nur weil Epic Games die Plattform für Kooperationspartner wie Disney oder Lego extrem sauber halten möchte.

Die Diskussion ist für Epic Games nicht neu. Bereits bei der ersten Einführung des Altersfreigabe-Systems für kosmetische Gegenstände im Jahr 2023 gab es einen gewaltigen Aufschrei in der Fangemeinde. Damals ruderte das Studio vorübergehend zurück und versprach, an einer Lösung zu arbeiten, bei der die Outfits automatisch angepasst werden, anstatt sie komplett unbrauchbar zu machen. Beispielsweise sollten Holster auf kinderfreundlichen Karten einfach ausgeblendet werden.

Dass nun jedoch wieder prominente Skins wie die der DC-Schurkinnen von den harten Sperren betroffen sind, zeigt, dass eine solche automatische Anpassung technisch oder lizenzrechtlich offenbar schwer umzusetzen ist. Für die Spieler bedeutet dies vorerst, dass sie beim Erstellen ihrer Charaktere genau darauf achten müssen, auf welchen Servern sie spielen wollen.

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