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Test - HP Victus 16 e0179ng : Erstes Notebook der neuen HP-Serie

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HP ist derzeit ziemlich rege, wenn es darum geht, sich bei den Gamern beliebt zu machen. Als neuester Schritt wird die HP-Pavilion-Reihe abgelöst und durch die neue Victus-Reihe ersetzt. HP Victus zielt auf Einstieg und Mittelklasse ab, während Omen weiterhin als High-End-Gaming-Reihe bestehen bleibt. Eines der ersten Produkte der neuen Linie ist das Gaming-Notebook HP Victus 16, das wir uns für einen Test genauer angeschaut haben.

Das HP Victus 16 gibt es, wie zumeist üblich, in verschiedenen Konfigurationen. Unser Testmuster trägt die Variantennummer e0179ng und steht für 1.399 Euro UVP in den Listen. Ein recht moderater Preis, der beweist, dass HP Victus vor allen auf den Einsteigerbereich und die Mittelklasse abzielt. Mit kräftiger Ryzen-CPU von AMD und RTX-3060-Grafikkarte von NVIDIA passt das auch ganz gut zusammen, sollte damit doch flüssiges Spielen in Full-HD-Auflösung problemlos möglich sein.

Aber zunächst zu den Äußerlichkeiten. Das Victus 16 entpuppt sich als optisch dezentes Notebook, dessen einziges hervorstechendes Merkmal das Victus-Logo auf dem Deckel ist. Mit 37 x 26 x 2,35 cm und einem Gewicht von 2,48 kg ist es kompakt genug, um auch mal auf einer Reise seinen Dienst zu tun, ohne, dass man sich gleich einen Bruch hebt. Lobenswert übrigens, dass bis auf einen Beutel für Netzteil und Anschlusskabel kein Plastik für die Verpackung verwendet wurde. Geht doch.

Die Ausstattung hinsichtlich der Anschlüsse kann sich sehen lassen. Links finden wir einen SD-Kartenleser, einen 3,5-mm-Audioanschluss, einen USB 3.2 Type-C Port mit DisplayPort 1.4 Unterstützung, 1x USB 3.1 Type-A sowie einen HDMI-2.1-Anschluss und einen RJ-45-Port fürs LAN-Kabel. Rechts sind noch zwei weitere USB 3.1 Type-A Port, erfreulicherweise im hinteren Bereich, sodass euch beim Anschluss einer Maus kein Kabel im Weg liegt. Alles in allem eine gute und moderne Ausstattung. Realtek Wi-Fi 6, Bluetooth 5.2 und integriertes 10/100/1000 GbE-LAN sorgen für Verbindung zu jeder Zeit.

Die Volltastatur mit Zahlenblock leistet ordentliche Arbeit. Auffällig ist allerdings, dass sich das Gehäuse im mittleren Bereich etwas zu leicht durchbiegt – wohl ein Qualitätszugeständnis an den Preis. Das Touchpad ist groß und sensibel, was sowohl Vorteil als auch Nachteil ist. Nachteil vor allem deswegen, weil es nur wenige Millimeter Abstand von der Tastatur hat. Das in Kombination mit der Größe macht es etwas schwierig, nicht beim Tippen aus Versehen auch das Touchpad auszulösen. Fürs Gaming kein großes Problem, wer viel tippt, wird allerdings etwas Eingewöhnung brauchen, um eine passende Handhaltung zu finden.

Beim Display setzt HP auf ein solides 16-Zoll-Panel mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 (Full HD), immerhin mit satten 144 Hz Bildwiederholrate. Das IPS-Panel ist mit 7 ms Reaktionszeit nicht gerade das schnellste auf diesem Planeten, liefert aber ein ordentliches Bild, auch wenn es in keinem Bereich wirklich glänzen kann. Ebenfalls dabei ist eine HP Wide Vision 720p HD-Kamera.

Das Innenleben des Victus 16 ist vielversprechend. Als schlagendes Herz werkelt ein AMD Ryzen R7 5800H, ein Achtkerner mit 16 Threads und bis zu 4,4 GHz Taktung. Ihm zur Seite stehen 16 GB DDR4-3200 (2x 8 GB). Eine flinke, 1 TB große M.2 PCIe SSD sorgt für schnellen Systemstart und kurze Ladezeiten. Bei der Grafikkarte setzt HP auf eine NVIDIA GeForce RTX 3060 in der Laptop-Variante. Bekannterweise gibt es diese mit verschiedenen TDPs (zwischen 60 und 115W), um den Herstellern möglichst viel Raum bei der Konfiguration zu lassen. Hierbei handelt es sich offenbar um die 80- oder 90W-Variante (zumindest nach dem gemessenen Stromverbrauch), also eins der schwächeren Modelle.

HP war beim Victus 16 offenbar bemüht, einen guten Kompromiss aus Leistung, Stromverbrauch und Kühlung zu finden und das ist durchaus gelungen. Auch wenn es sich um eins der schwächeren RTX-3060-Modelle handelt, reicht das dicke aus, um flüssig in Full HD zu spielen. Zwar liegen die Benchmarkwerte durch die Bank um die 15 bis 20 Prozent unter denen einer Desktop-Grafikkarte, die Spielebenchmarks sprechen aber dennoch für flüssiges Zocken.

So konnten wir beispielsweise Marvel’s Guardians of the Galaxy um die 80 fps bei aktiviertem DLSS und RTX Ultra entlocken. Assassin’s Creed: Valhalla lief problemlos mit einer Durchschnittsbildrate von 56 fpx bei maximalen Einstellungen. Also keine Sorge, dass euch der niedrigere TDP Probleme bereitet. Lediglich die Akkulaufzeit ist beim Zocken etwas mau, dem 70-Wh-Akku geht recht schnell die Puste aus.

Erfreulich ist hingegen die Kühlleistung. Die Lüfter agieren relativ leise mit einem wenig störenden Rauschen. Bei etwa 40 bis 50 cm Abstand konnten wir unter 50 dB verzeichnen – sehr schön. Die Temperaturen bleiben dennoch moderat. Die Grafikkarte lief unter Volllast mit soliden 72 Grad. Die CPU schwitzte bei maximal 102 Grad, was für AMD-CPUs nicht ungewöhnlich ist, schon gar nicht im Notebook. Der Tastaturbereich blieb durchgehend im angenehmen Bereich mit einer maximalen Oberflächentemperatur von rund 40 Grad.

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