Einmal mehr ein bezaubernd schönes Rollenspiel, das nicht ganz an den Vorgänger heranreichtDer größte Kritikpunkt am Vorgänger war zweifellos das Kampfsystem, aber in Kombination mit den Vertrauten und der der damit verbundenen Motivation zum Sammeln und Leveln fand ich es durchaus in Ordnung. Ni No Kuni II begegnet dem Problem mit einer actionlastigeren Lösung. Die im Gegenzug gestrichenen Vertrauten fehlen mir aber nun ungemein, für die die Gnuffis nur bedingt würdigen Ersatz liefern.
Während der erste Teil mich als Gesamtpaket auf allen Ebenen abholen konnte, sprich visuell, erzählerisch, emotional und als Sammler, ist es bei Ni No Kuni II vor allem das Potpourri an Nebenbeschäftigungen, das mich fesselt. Als Tüftler, der sich in Spielsystemen wie dem Aufbau des Königreichs stundenlang verlieren kann, hatte ich meinen Spaß insbesondere in diesem Bereich. Die außergewöhnliche Achterbahnfahrt der Gefühle, die ich einst mit Oliver und Tröpfchen erleben durfte, vermisse ich letzten Endes trotz der erneut wunderschönen Welt doch ein wenig.
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