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Special - Switch 2: alles, was ihr jetzt wissen müsst : Abwärtskompatibilität, Spiele verleihen, Achievements, Speicherkarten

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Mit der Switch 2 schlägt Nintendo das nächste Konsolen-Kapitel auf. Damit gehen auch einige technische und inhaltliche Neuerungen und Anpassungen einher, darunter der Verleih digitaler Spiele, Upgrades für Switch-Titel, Sprach- und Videochat oder auch neue Speicherkarten. Wir erklären euch alles, was ihr wissen müsst.

Konsole und Spiele werden teurer

Die Nintendo Switch 2 ist ab dem 5. Juni in zwei Versionen zu haben: Die Konsole allein kostet 469,99 Euro, mit dem Spiel Mario Kart World berappt ihr 509,99 Euro. Zum Vergleich: Bei ihrer Markteinführung 2017 kostete die erste Switch ohne Spiel 329 Euro. Die Software aus dem Hause Nintendo lag bisher preislich zwischen 60 und 70 Euro. Dabei wurde kein Unterschied zwischen digitaler und physischer Version gemacht. Künftig wird es in beiden Fällen teurer: Als Download kosten die Titel 69,99 Euro, während für Module 79,99 Euro fällig werden. Mario Kart World schlägt sogar mit 89,99 Euro zu Buche.

Erklärt werden die höheren Anschaffungskosten zum einen mit der verbesserten Technik, die entsprechend stärkere Hardware-Komponenten voraussetzt. Zum anderen sollen auch Faktoren wie Inflation, Währungskurse und Zölle den Preis beeinflussen. Bei der Software spielt zudem der Umfang eine Rolle: Laut Nintendo ist Mario Kart World deshalb so teuer, weil es inhaltlich enorm viel zu bieten hat. 

Es gibt Module mit und ohne Spieldaten 

Mit der Switch 2 führt Nintendo die sogenannten Software-Schlüssel-Karten ein. Dabei handelt es sich um Module, auf denen sich lediglich eine Lizenz für den Download des jeweiligen Spiels befindet. Der Hintergrund ist, dass die Module der Switch 2 eine maximale Größe von 64 GB aufweisen. Größere Titel werden daher als Software-Schlüssel-Karten angeboten. Ob es sich um eine solche Version handelt, könnt ihr dem entsprechenden Vermerk auf der Vorderseite der Spieleverpackung entnehmen. Software-Schlüssel-Karten sind jedoch nicht an euer Konto gebunden, sondern dürfen uneingeschränkt verliehen oder weiterverkauft werden. Die nächste Person legt einfach das Modul ein, lädt die Software herunter und zockt drauflos.

Digitale Spiele können verliehen werden

Per Software-Update besteht ab Ende April die Möglichkeit, digitale Switch-Spiele zu verleihen. Gleich zum Release am 5. Juni wird die Funktion auch auf der Switch 2 verfügbar sein. Zunächst erstellt ihr eine sogenannte virtuelle Softwarekarte mit dem jeweiligen Titel aus eurem Besitz. Diesen dürft ihr danach an ein Mitglied eurer Nintendo-Account-Familiengruppe verleihen, indem ihr euch lokal mit dessen Konsole verbindet. Ihr könnt maximal drei Spiele gleichzeitig verleihen, und das für bis zu 14 Tage. In dieser Zeit habt ihr keinen Zugriff auf die Titel, also genau so, als würdet ihr tatsächliche Module abgeben. Nach zwei Wochen wird die Software automatisch von der anderen Konsole gelöscht und an euch “zurückgeschickt”. Die Speicherdaten bleiben allerdings erhalten, sodass euer Familienmitglied bei der nächsten Leihe oder nach dem Kauf nahtlos weiterspielen kann.

Einige Switch-Titel erhalten technische und inhaltliche Updates

Verschiedene Spiele der ersten Switch erhalten technische Verbesserungen für die Switch 2, die in der Regel eine 4K-Auflösung, eine höhere Bildrate und HDR-Unterstützung umfassen. Das trifft beispielsweise auf die beiden Zelda-Titel und Super Mario Party Jamboree zu. Diese Updates erhaltet ihr kostenlos, sofern sich das Spiel in eurem Besitz befindet. Wollt ihr darüber hinaus neue Inhalte haben, wird ein Aufpreis von 10 Euro fällig. So erhaltet ihr bei Kirby und das vergessene Land mit der Sternensplitter-Welt einen Story-DLC. Verfügt ihr über ein Abonnement von Nintendo Switch Online + Erweiterungspaket (39,99 Euro/Jahr), müsst ihr für diese Zusatzinhalte nichts zahlen. 

Besitzt ihr das Spiel überhaupt nicht, könnt ihr auf die Nintendo Switch 2 Edition zurückgreifen: Diese enthält das Basisspiel, die technischen Verbesserungen und die Zusatzinhalte. Bereits angekündigt sind solche Komplettpakete für Zelda: Breath of the Wild und Tears of the Kingdom, Super Mario Party Jamboree sowie Kirby und das vergessene Land.

Sprach- und Videochat benötigen ein Online-Abo

Die Switch 2 verfügt über zwei Chat-Optionen. Eure Stimme wird entweder über das interne, monaurale Mikrofon oder via angeschlossenem Headset übertragen. Für den Videochat benötigt ihr zusätzlich eine beliebige Kamera mit USB-C-Anschluss. Nintendo selbst bietet zwei Modelle an: Die schwarze Kamera kostet rund 59,99 Euro und verfügt über eine 1080p-Auflösung. Die offiziell lizenzierte Piranha-Pflanze-Kamera von Hori liegt bei 39,99 Euro, besitzt aber lediglich eine Auflösung von 640 x 480 Pixeln. Bis Ende März 2026 könnt ihr beide Chat-Varianten kostenlos nutzen, danach braucht ihr dafür zwangsläufig ein Abonnement von Nintendo Switch Online.

Die Switch 2 braucht andere Speicherkarten 

Im Vergleich zu den mageren 32 respektive 64 GB Speicher der Switch 1 erscheinen die 256 GB der Switch 2 üppig. Wer allerdings über eine umfangreiche Bibliothek verfügt und möglichst viele Titel ständig verfügbar haben möchte, kommt nicht um eine Speichererweiterung herum. Zudem deutet die neue Modulkapazität von 64 GB auf einen deutlich höheren Speicherbedarf künftiger Switch-2-Spiele hin.

Micro-SD-Speicherkarten, wie ihr sie vielleicht schon auf der Switch nutzt, taugen künftig aber nur noch zum Sichern von Screenshots und Videos. Für Spiele braucht ihr zwingend eine Karte vom Typ Micro SD Express, die maximal 2 TB groß sein darf. Die etwa viermal höhere Schreib- und Lesegeschwindigkeit soll dafür sorgen, dass alles deutlich flotter speichert und lädt, als es auf der alten Konsole der Fall ist. Der Preis für eine Karte mit 256 GB liegt bei ungefähr 60 Euro. Zum Vergleich: Ein gleich großes Micro-SD-Modell bekommt ihr schon für knapp 10 Euro. 

Diverse Switch-Controller sind kompatibel zur Switch 2

Die folgenden Controller der ersten Switch dürft ihr kabellos an der Switch 2 nutzen:

  • Joycons

  • Nintendo Switch Pro Controller

  • NES-Controller

  • Mega-Drive-Controller

  • SNES-Controller 

  • N64-Controller

Der Nintendo Gamecube Controller-Adapter lässt sich über den USB-Anschluss mit der neuen Konsole verbinden und anschließend im TV-Modus nutzen. Eine Einschränkung bei der Benutzung aller aufgeführten Controller ist, dass ihr den Ruhemodus der Switch 2 nicht via Druck auf den Home-Knopf beenden könnt. Zudem lässt sich das Chat-Menü mangels C-Knopf nicht ansteuern. Nicht kompatibel sind die Basistation und das HDMI-Kabel der Switch 1. Deren Netzteil könnt ihr noch zum Aufladen der Switch 2 nutzen, für den TV-Betrieb reicht die Leistung dagegen nicht aus.

Es gibt neue Controller für die Switch 2

Nintendo veröffentlicht parallel zur Konsole zwei neue Controller. Der Nintendo Switch 2 Pro Controller bietet verbesserte Vibration, einen Aufnahmeknopf, einen C-Knopf für die Chat-Steuerung sowie frei belegbare GL- und GR-Tasten auf der Unterseite. Ebenfalls verbaut ist eine 3,5-mm-Klinkenbuchse für den Anschluss kabelgebundener Kopfhörer und Headsets. Kostenpunkt: 89,99 Euro. Der neue Gamecube-Controller für 69,99 Euro ist dagegen Mitgliedern von Nintendo Switch Online vorbehalten und nur verfügbar, wenn man eine spezielle Einladung erhalten hat.

>> Wir haben schon mit der Switch 2 gespielt: unsere Eindrücke <<

So lange halten die Akkus der Switch 2 und ihrer Joycons

In der Switch 2 ist ein Lithium-Ionen-Akku mit 5220 mAh verbaut. Dessen Laufzeit wird offiziell mit 2 bis 6,5 Stunden angegeben, abhängig vom Spiel. Damit liegt Nintendos neue Konsole knapp unter dem Steam Deck mit LCD-Bildschirm, das es mit seinem 5200 mAh starken Akku auf 2 bis 8 Stunden bringt. Eine vollständige Aufladung der Switch 2 benötigt ungefähr 3 Stunden, sofern sich die Konsole dabei im Ruhemodus befindet. Ein Austausch des Akkus ist nicht möglich. Die beiden Joycons verfügen ebenfalls über Lithium-Ionen-Akkus. Mit 500 mAh Kapazität sollen sie im Betrieb jeweils etwa 20 Stunden durchhalten; das Aufladen benötigt circa 3,5 Stunden. 

Es gibt keine Achievements – und irgendwie doch

Das System der Nintendo Switch 2 wird keine Erfolge, Trophäen, Achievements oder Ähnliches unterstützen. Besondere Leistungen werden im Spiel also nicht mit Pokalen oder Punkten samt Benachrichtigungen belohnt. Über einen Umweg gibt es so etwas aber doch: So bieten Zelda: Breath of the Wild und Zelda: Tears of the Kingdom in ihrer neuen Nintendo Switch 2 Version verschiedene Medaillen, die ihr über die Zelda Notes App innerhalb der Nintendo Switch App abrufen und einsehen könnt. Ob weitere Titel und Hersteller dieses Extra unterstützen werden, ist noch unklar. Aber die Möglichkeit besteht.

>> Die 10 wichtigsten Spiele-Ankündigungen für Switch 2 <<

Die Module schmecken weiterhin eklig!

Wir haben keine Ahnung, wer damals auf die Idee kam, an den Modulen der Switch zu lecken. Doch es gab diesen schwachsinnigen Trend. Dass die kleinen Plastikhüllen nicht nach feinstem Rindersteak schmecken würden, sollte jedem vorher klar gewesen sein. Das tatsächliche Aroma fiel aber dermaßen eklig aus, dass der erste Schleck garantiert auch der letzte war. Bei den Spielen der Switch 2 wird sich hinsichtlich der Geschmacksrichtung nichts ändern, wie Nintendo bereits bekanntgegeben hat. Eigentlich kann man sich die Kostprobe damit sparen. Aber wir alle wissen selbstverständlich: Es wird trotzdem gemacht …

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