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News - S.T.A.L.K.E.R. 2: Heart of Chornobyl : Mehr Geld für Exklusivität als die gesamten Entwicklungskosten

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Dass Konsolen-Exklusivdeals und Veröffentlichungen im Xbox Game Pass für Entwicklungsstudios finanziell lukrativ sein können, ist kein Geheimnis. Welche Summen dabei jedoch hinter den Kulissen fließen, bleibt der Öffentlichkeit in der Regel verborgen. Nun hat Sergiy Grygorovych, Gründer des ukrainischen Entwicklerstudios GSC Game World, in einem aktuellen Interview mit dem Content Creator OLDboi ungewöhnlich offene Einblicke in die Finanzen rund um den Ego-Shooter S.T.A.L.K.E.R. 2: Heart of Chornobyl gewährt. 

Laut seinen Aussagen hat Microsoft für die zeitlich begrenzte Konsolen-Exklusivität sowie die Bereitstellung des Spiels im Abonnement-Dienst mehr Geld überwiesen, als die gesamte Entwicklung des ambitionierten Großprojekts gekostet hat. Dadurch war der Titel bereits vor dem ersten Verkaufstag vollkommen profitabel.

Grygorovych erläuterte in dem Gespräch, wie der Deal mit dem Redmonder US-Konzern seinerzeit zustande kam. Demnach sei Microsoft extrem aufmerksam geworden, als das Studio den ersten Ankündigungstrailer zum Spiel veröffentlichte und dieser im Internet Rekordzahlen bei den Aufrufen verzeichnete. Nachdem die Verantwortlichen bei Xbox das gewaltige Interesse der Community erkannten, ging alles blitzschnell: Innerhalb von nur etwa einer Woche lagen die Verträge unterschriftsreif vor. Microsoft habe damals ein enorm hohes Budget investiert, um sich die zeitlich begrenzten Veröffentlichungsrechte für Xbox Series X/S und den PC zu sichern und das Spiel am ersten Tag in den Game Pass zu bringen.

Auf die genaue Summe ging der Studio-Gründer aus vertraglichen Gründen zwar nicht im Detail ein, betonte aber nachdrücklich die Dimensionen der Vereinbarung. Man habe von Xbox mehr erhalten, als für die reine Entwicklung von S.T.A.L.K.E.R. 2 ausgegeben wurde. Das Spiel habe sich somit schon bezahlt gemacht, bevor überhaupt die erste Kopie im Handel oder digital über die Ladentische ging.

Im weiteren Verlauf des Interviews ordnete er die Verhandlungspositionen im Branchenkontext ein und verwies auf den harten Wettbewerb zwischen Sony und Microsoft um die Gunst der Spielerschaft. Aufgrund der enormen Finanzkraft von Microsoft durch seine Marktposition sei das Unternehmen in der Lage gewesen, gezielt hohe Summen in strategisch wichtige Titel zu investieren.

Für GSC Game World erwies sich dieser Schritt rückblickend als extrem wichtiger Sicherheitsanker. Die jahrelange Entwicklung des Spiels war durch außergewöhnliche Hürden geprägt, darunter die Verlagerung von Teilen des Teams nach Prag infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Der exklusive Konsolen-Deal mit Xbox lief insgesamt ein Jahr lang, bevor das Spiel Ende 2025 schließlich auch für die PlayStation 5 erschien. Dass das Studio trotz aller widrigen Umstände ohne existenziellen finanziellen Druck an dem Projekt arbeiten konnte, ist somit maßgeblich auf die massive Investition seitens Microsoft zurückzuführen.

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