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Preview - Star Trek: Voyager – Across The Unknown : Was wäre, wenn 7 of 9 eine Borg geblieben wäre? Dieses Spiel lässt euch die Voyager-Story umschreiben

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„Wir sind allein – in einem unerforschten Teil der Galaxie. Wir haben schon neue Freunde gewonnen, aber uns auch Feinde geschaffen. Wir haben keine Vorstellung von den Gefahren, denen wir begegnen werden. Aber eins ist klar: Beide Crews werden zusammenarbeiten müssen, wenn wir überleben wollen. Deshalb sind Commander Chakotay und ich überein gekommen, dass wir eine Crew bilden: eine Sternenflotten-Crew.“

„Und als das einzige Raumschiff der Sternenflotte, das im Delta-Quadranten unterwegs ist, folgen wir weiterhin unserer Direktive: neue Welten zu suchen und das Weltall zu erforschen. Aber unser primäres Ziel ist klar: Selbst bei Maximalgeschwindigkeit würde es 75 Jahre dauern, die Föderation zu erreichen. [….] Irgendwo auf dieser Reise werden wir einen Weg zurück finden. Mr. Paris, setzen Sie einen Kurs: nach Hause.“

Mit diesen Worten aus der Rede von Captain Janeway am Ende der Pilotfolge „Der Fürsorger“ begann vor gut 30 Jahren die lange Reise der USS Voyager zurück zur Erde. Und die dürft ihr demnächst nachspielen oder neu schreiben, in Star Trek: Voyager – Across The Unknown, das Publisher Daedalic und Entwickler Gamexcite, beide aus Hamburg, erstmals auf der Gamescom vorstellten.

„Star Trek: Voyager – Across The Unknown beschreibt gewissermaßen ein ‚What if …?‘-Szenario“, erklärt uns Lead Narrative Designerin Sarah Lindhorst auf der Gamescom die Idee hinter ihrem Spiel. Auf dem langen Weg vom Delta-Quadranten zurück zur Erde durchqueren wir beginnend bei der Phalanx des Fürsorgers nach und nach die Gebiete der Kazon, Borg und Hirogen und treffen dabei regelmäßig Entscheidungen, die euch Schlüsselereignisse im Handlungsverlauf der TV-Serie umschreiben lässt.

„Was wäre zum Beispiel, wenn Seska nicht die Seiten gewechselt hätte, sondern an Bord der Voyager geblieben wäre? Oder wenn B’Eleanna Torres in dieser einen Folge sich rein zu ihrer klingonischen Natur bekannt hätte? Oder Seven of Nine nie zur Besatzung gestoßen wäre?“ Oder viel allgemeiner: Folgt ihr Captain Janeways Entschluss, die moralischen Ideale der Sternenflotte weiter über alles andere zu stellen? Oder unterwerft ihr euch einer kaltherzigen Zweckgesinnung, die das Ziel, nach Hause zu gelangen, zur obersten Priorität erklärt und eure Crew dafür eventuell gar aggressiv und kriegerisch vorgehen lässt?

"Dieses Schiff ist jedem im Umkreis von 100 Lichtjahren überlegen. Und was machen sie damit? Mal sehen, ob wir heute eine Weltraumanomalie finden können, die das Schiff auseinanderreißt." (Neelix)

Zwölf Sektoren durchquert ihr dabei auf eurer Reise zur Erde, von denen euch jeder etwa eine Stunde lang beschäftigen soll und deren Sterne und Planeten zufällig generiert werden. Wenngleich jeder Spieldurchlauf dadurch spürbar anders ausfallen soll, handelt es sich bei Across The Unknown explizit nicht um ein Rogue-like und erst recht nicht um einen Hardcore-Titel wie das thematisch sehr ähnliche The Long Journey Home, ebenfalls aus dem Hause Daedalic.

Stattdessen beschreiben die Entwickler ihr Spiel als eine Mischung aus Survival, Erkundung und Schiffs-Management mit starkem Fokus auf Story und Entscheidungen. Ihr erkundet die Sektoren, bereist mit Außenteams die verschiedenen Planeten und nehmt dort neuen Deuterium-Treibstoff, sowie Nahrung für die Weiterreise auf, aber auch Rohstoffe, mit denen ihr euer Raumschiff immer weiter ausbaut.

„In diesem Nebel gibt es Kaffee.“ (Cpt. Janeway)

Letzteres läuft ähnlich ab wie in Spielen der Marke Fallout Shelter: In der Seitenansicht fügt ihr der Voyager neue Räume hinzu und bemannt sie mit verfügbaren Crewmitgliedern. Die Messe mit Koch Neelix etwa hebt die Moral, ein Forschungslabor ermöglicht neue Technologien, und eine Waffenkammer macht euch wehrhafter im Kampf.

Apropos Kämpfe: In Auseinandersetzungen steuert ihr euer Raumschiff nicht selbst. Stattdessen trefft ihr taktische Entscheidungen: Geht ihr aggressiv oder eher defensiv vor? Setzt ihr zunächst den Antrieb des Gegners außer Gefecht oder seine Schilde? Je nachdem welche „Helden“-Einheiten gerade auf der Brücke ihren Dienst verrichten, lassen sich zudem „Spezial-Fähigkeiten“ auslösen: Lt. Paris etwa ermöglicht waghalsige Ausweich-Loopings und Lt. Tuvok entfesselt ein tödliches Feuerwerk aus den Phaser-Bänken.

"Sehen Sie es mal so: Schlimmer kann es kaum noch werden. Der Abwurf des Warp-Kerns ist der absolute Tiefpunkt eines jeden Tages." (Lt. Paris)

Vor allem aber fordert Star Trek: Voyager – Across The Unknown wiederholt eure Moral heraus. Wie das in etwa aussieht, demonstriert uns Sarah Lindhorst am Beispiel einer Mission im Spiel: Bei der Erforschung eines Borg-Kubus gelangt unsere Crew in den Besitz fortschrittlicher Borg-Technologie. Das stellt uns vor die schwierige Frage, wie wir damit verfahren sollen: sie sicherheitshalber zerstören? Oder in die Schiffssysteme integrieren, was enorme Vorteile bringen könnte, aber auch Gefahren birgt?

Es eröffnet sich aber noch eine unerwartete dritte Möglichkeit: In der Nähe entdecken wir eine Kolonie abtrünniger ehemaliger Borg, die uns im Tausch gegen die Technologie ihre Unterstützung anbieten. Doch ist die mächtige Borg-Technologie dort wirklich in den richtigen Händen? Verschiebt sich dadurch das Kräftegleichgewicht im Sektor zu seinen Ungunsten? Schaffen wir uns womöglich selbst einen neuen Feind? Und sowieso: Was sagt eigentlich die Oberste Direktive dazu? Und juckt uns die überhaupt?

Diese und andere Entscheidungen dürft ihr bald selbst treffen, wenn Star Trek: Voyager – Across the Unknown für PC, PS5 und Xbox Series X|S erscheint. Ein Release-Datum gibt es derzeit allerdings noch nicht.

Fazit

Matthias Grimm - Portraitvon Matthias Grimm
Wie eine Rückkehr nach Hause: durch und durch ein Spiel von Fans für Fans

Es mag den Anschein erwecken, als käme das Spiel zur TV-Serie Star Trek: Voyager ungefähr 25 Jahre zu spät. Gerade aber durch den großen zeitlichen Abstand fühlt sich das Wiedersehen mit Janeway, Chakotay, Tuvok und Co. für Fans von damals so an wie genau das, wonach auch die Crew der Voyager sieben Jahre lang auf dem TV-Bildschirm suchte: eine Rückkehr nach Hause.

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Star Trek: Voyager – Across The Universe ist spürbar ein Spiel von echten Fans für die Fans. Hier wurde sichtlich mit viel Liebe zum Vorbild ein Spiel geschaffen, das für etliche Aha-Erlebnisse sorgen dürfte, wenn ikonische (oder fast vergessene) Szenen aus der Serie aufgegriffen und umgeschrieben werden dürfen. Dass dabei der „Was wäre wenn …?“-Charakter der Entscheidungen, das Erkunden des Weltalls und das Schiffs-Management im Fokus stehen und eben nicht der Hardcore-Roguelike-Charakter wie im thematisch ähnlichen The Long Journey Home von Daedalic lässt mich mit Neugier dem Release entgegen blicken.

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