News - Steam : Valve überarbeitet Wunschlisten und Geschenkesystem
Betreiber Valve hat eine umfangreiche Überarbeitung des Geschenk- und Wunschlistensystems auf seiner PC-Plattform Steam veröffentlicht. Die neuen Funktionen richten sich insbesondere an Personen im Umfeld von Gamern – wie etwa Verwandte oder Bekannte –, die Videospiele verschenken möchten, ohne selbst ein Profil anzulegen oder die Software zu nutzen. Nachdem ein sogenannter Gast-Checkout bereits im Jahr 2024 für Hardware-Käufe und digitale Gutscheine eingeführt wurde, weitet Valve diese Option nun auf den gesamten Spielekatalog aus. Ergänzt wird die Aktualisierung durch verbesserte Freigabe-Optionen für Wunschlisten, den direkten Versand von Titeln an E-Mail-Adressen sowie eine automatisierte Preisberechnung bei Geschenken an befreundete Personen in anderen Ländern.
Der erweiterte Gast-Checkout bildet das Kernstück des neuen Updates. Wenn Spielerinnen und Spieler künftig einen Freigabelink zu ihrer persönlichen Wunschliste oder zu bestimmten Spielekategorien teilen, können Dritte diese Links öffnen und den Kauf direkt als Gast abwickeln. Es ist nicht mehr erforderlich, einen eigenen Nutzernamen zu erstellen, die Client-Software zu installieren oder Zahlungsdaten dauerhaft im System zu hinterlegen. Beim Klick auf den Wunschlisten-Link werden die Daten der beschenkten Person im Warenkorb automatisch hinterlegt.
Wer Überraschungen plant, kann zudem auf die neue E-Mail-Geschenkfunktion zurückgreifen: Hierbei reicht die Eingabe der E-Mail-Adresse der Zielperson aus. Diese erhält anschließend eine Benachrichtigung mit einem gesicherten Link, über den der Titel im eigenen Konto aktiviert werden kann. Wird das Geschenk nicht innerhalb von 30 Tagen angenommen, bucht das System den Betrag automatisch auf das Zahlungsmittel des Käufers zurück.
Ebenfalls vereinfacht wurde der Prozess für grenzüberschreitende Geschenke zwischen befreundeten Konten. In der Vergangenheit führten unterschiedliche regionale Währungen und Preissetzungen häufig dazu, dass direkte Spielgeschenke blockiert wurden und Nutzer stattdessen auf digitale Guthabenkarten ausweichen mussten. Mit dem aktuellen Update berechnet die Plattform den exakten Kaufpreis in der Region des Empfängers automatisch direkt während des Bezahlvorgangs an der Kasse. Einzige Voraussetzung für diese Funktion ist, dass sich beide Personen bereits auf der internen Freundesliste befinden.
Abgerundet wird das Maßnahmenpaket durch eine Überarbeitung der Wunschlisten-Verwaltung. Spiele lassen sich nun in individuellen Ordnern und Kategorien organisieren, um beispielsweise gezielt Multiplayertitel, Geschenkideen oder Wunschtitel für bestimmte Anlässe zu sortieren. Diese gefilterten Unterlisten können separat freigegeben werden, ohne die gesamte Wunschliste öffentlich einsehbar zu machen. Valve reagiert damit auf das Feedback der Community und nimmt Hürden beim digitalen Kaufen und Verschenken von Unterhaltungssoftware.

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