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News - The Witcher 4 : Inhaltserweiterungen offenbar nicht geplant

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Das polnische Entwicklerstudio CD Projekt Red hat im Rahmen seiner jüngsten Investorenkonferenz strategische Details zur Zukunft der Witcher-Marke bekannt gegeben. Während für den elf Jahre alten dritten Teil überraschend eine neue Erweiterung für 2027 angekündigt wurde, sieht die Planung für das kommende Hauptprojekt The Witcher 4 grundlegend anders aus. Co-Geschäftsführer Michał Nowakowski erklärte auf Nachfrage von Analysten, dass die Produktion von klassischen, großen Inhaltserweiterungen für die nächste Saga zum aktuellen Zeitpunkt unwahrscheinlich sei.

Als primären Grund für den Verzicht auf Post-Launch-Erweiterungen im Stile von Hearts of Stone oder Blood and Wine nennt das Management den ambitionierten Zeitplan für die neue Hauptreihe. CD Projekt Red hält weiterhin an dem Vorhaben fest, die nächste Witcher-Saga als zusammenhängende Trilogie innerhalb eines Zeitraums von rund sechs Jahren auf den Markt zu bringen. Angesichts dieses straffen Veröffentlichungsrhythmus zwischen den einzelnen Hauptspielen blieben laut Nowakowski schlicht keine personellen und zeitlichen Ressourcen übrig, um parallel oder im Nachgang umfassende Zusatzinhalte für die einzelnen Ableger zu produzieren.

Die Aussage verdeutlicht einen tiefgreifenden Wandel in der Produktionsphilosophie des Studios. In der Vergangenheit war das Unternehmen dafür bekannt, seine großen Rollenspiele über Jahre hinweg mit umfangreichen, kostenpflichtigen Add-ons und Gratis-Updates zu erweitern. Bei der neuen Trilogie, die technologisch auf der Unreal Engine 5 basiert und die Geschichte rund um die Figur Ciri in den Fokus rückt, soll der Fokus stattdessen auf einer schnelleren Taktung der Hauptveröffentlichungen liegen. Ziel sei es, die Teams nach der Fertigstellung eines Teils unmittelbar in die Produktion des direkten Nachfolgers zu überführen.

Für den Übergang zwischen den Generationen fungiert die kürzlich angekündigte Erweiterung Songs of the Past für The Witcher 3. Diese soll im Jahr 2027 als erzählerisches Bindeglied und Prolog für The Witcher 4 dienen, welches sich derzeit mit einer Belegschaft von fast 500 Mitarbeitern in der vollen Produktionsphase befindet. Ein konkretes Veröffentlichungsdatum für das vierte Hauptspiel steht zwar noch aus, Branchenbeobachter rechnen angesichts der aktuellen Pipeline jedoch ebenfalls nicht vor Ende 2027 mit dem Verkaufsstart auf PC und den aktuellen Konsolen.

Die Ära der jahrelangen inhaltlichen Pflege eines einzelnen Spiels durch große Story-DLCs wird bei der neuen Trilogie zugunsten einer schnelleren Fortführung der Gesamthandlung ausgesetzt. Das erhöht gleichzeitig den Druck auf das Entwicklerstudio, da das Hauptspiel zum Veröffentlichungstag inhaltlich und technisch ausgereift sein muss, ohne dass nachträgliche Erweiterungen dramaturgische Lücken füllen können.

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