Urkomisch, aber langatmigWelch ein Wechselbad der Gefühle. Paranoia: Happiness is Mandatory hätte mit einer schöneren Präsentation, abwechslungsreicheren Missionen und einer geschickteren Speicherregelung das Potenzial für einen Geheimtipp. Die Story ist zwar fies aufgezogen, aber auch zynisch und zum Schlapplachen komisch - in einer Mixtur, die euch die Fußnägel hochrollt, sowohl im positiven wie auch im negativen Sinne. Allein für das große Computer-Auge im HUD, das im obersten Stockwerk des Alpha-Komplexes jede Bewegung eures Mauszeigers beobachtet, gebührt Lob. Dafür lass ich gerne einen Story-Award springen.
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Trotzdem: Empfehlen kann ich das Spiel unterm Strich leider nur bedingt. Neben einer Akzeptanz für mäßige Präsentation braucht ihr viel Sitzfleisch, Spaß am Lesen abstruser Gespräche in winziger Schrift und ein dickes Fell bei den Gefechten. Manchmal gehen von zehn Schüssen sieben daneben. Bei so wenig Würfelglück fragt man sich schnell, ob man eine Kompanie Star-Wars-Sturmtruppler als Teammitglieder aufgegabelt hat. Dass sie mangels anständiger Wegfindung an jedem zweiten Hindernis hängenbleiben, ist nicht nur nervig, sondern bei laufenden Gefechten auch gefährlich. Das wäre nicht so schlimm, wenn die automatische Speicherregelung einen nicht zu ständigen Wiederholungen längst erledigter Passagen zwingen würde. All das macht Paranoia: Happiness is Mandatory leider etwas zu langatmig und träge für ein richtig gutes Rollenspiel.
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