Ich hätte nicht gedacht, dass ich es einmal sage, aber dieses Roguelike hat sich nicht frustrierend, überfordernd und gemein angefühlt, sondern wie ein angenehmer Spaziergang durch eine märchenhafte Traumwelt. Roguebook ist so spielerisch glatt, stilistisch ausgereift und kohärent wie technisch einwandfrei, dass es kaum wie ein Indie-Titel wirkt und schon gar nicht wie einer dieser typischen Roguelike-Deckbuilder, die zumeist für ein wenig Kurzweil sorgen, nach einer Weile aber deutlich an Charme einbüßen. Und das alles - wohlgemerkt - ohne nennenswerte Story und mit wenig Innovation in Sachen Gameplay.
Roguebook ist der Beweis, dass es nicht überbordender Komplexität bedarf, um ein spaßiges Videospiel mit viel Sogwirkung und Wiederspielwert zu erschaffen. Eine coole Idee und saubere Entwicklerarbeit genügen völlig, um für viele Stunden Spaß zu bereiten. Für etwas mehr als zwanzig Öcken ist Roguebook ein super Deal - für fünf mehr sogar ein Spitzendeal, dann gibt’s nämlich noch den wunderschönen Soundtrack und ein bezauberndes Artbook obendrauf.
Überblick
Pro
ausgefeilte Spielmechaniken
kein Frust trotz Roguelike-Mechaniken
liebevolles Design und märchenhafter Stil
sehr einsteigerfreundlich
mehr Spielfluss als viele andere Roguelikes
sehr belohnende Motivationskurve
angenehmer Soundtrack
Contra
wenig Innovation für das Genre
tendenziell etwas zu leicht
wenig Story
Awards
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