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Test - The Invincible : Test: Traumhaft schöner Planeten-Spaziergang nach Stanislaw Lem

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Greift zu, wenn...

… ihr Fans klassischer Science-Fiction-Literatur seid und nichts dagegen habt, wenn es in einem Spiel nicht sonderlich viel zu tun gibt.

Spart es euch, wenn...

… ihr in einem Spiel richtiges Gameplay erwartet und euch nicht 60 Jahre zurückversetzen könnt, als heute selbstverständliche Ideen noch bahnbrechend neu waren.

Fazit

Matthias Grimm - Portraitvon Matthias Grimm
Beeindruckend schöne Spiele-Umsetzung eines Klassikers der Sci-Fi-Literatur, die stellenweise aber auch recht langweilig auftritt

The Invincible ist eine traumhaft schöne Spieleumsetzung eines Klassikers der Science-Fiction-Literatur, die vor allem von ihrer Handlung und der beeindruckend detaillierten Grafik lebt. Ganz offenbar ist den polnischen Entwicklern von Starward Industries ausschließlich an der Vermittlung ihrer Geschichte gelegen, der keinerlei spielerische Stolpersteine in Form von Rätseln oder anderweitigen Hindernissen im Weg stehen sollen. Die meiste, nein, die gesamte Zeit der etwa sieben Stunden Spielzeit dieses Walking-Simulators wandert ihr einen geradlinigen Pfad über einen fremden Planeten, um sein Geheimnis zu ergründen und euch an der beeindruckenden Grafik zu ergötzen.

Und was für eine Grafik das ist! Diese Fülle an Details, dieser gekonnte Einsatz von Effekten, diese atemberaubenden Panoramen! Kaum vorstellbar, dass es sich bei The Invincible um eine verhältnismäßig kleine Indieproduktion handelt. Vor allem aber besticht das Spiel durch sein Design, das eben nicht den aktuellen Stand der Technik in die Zukunft projiziert, sondern der Zeit der Entstehung des Romans in den 60ern huldigt, mit ihren klobigen Hebeln und Kippschaltern, den verchromten Fahrzeugen und schrillen Farbtönen der Hippie-Generation.

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Zweifellos ist das aber nicht jedermanns Sache. The Invincible richtet sich in erster Linie an Fans klassischer Science-Fiction-Literatur und den darin formulierten Zukunftsvisionen ihrer Zeit. Allen anderen dürfte das recht unspektakuläre Geschehen reichlich langatmig und sicher auch langweilig vorkommen, eben weil man über weite Strecken nur herumläuft und währenddessen nicht gerade viel passiert. Denn so visionär die Geschichte und ihr Nachdenken über andersartige Lebensformen vor 60 Jahren gewesen sein mag, so selbstverständlich haben die darin diskutierten Ideen in der Zwischenzeit Einzug in Film, Buch und Fernsehen gefunden, sind mittlerweile womöglich gar Klischee geworden, sodass sie in Unkenntnis der Romanvorlage kaum noch sonderlich originell oder aufregend erscheinen und daher auch ihre Wendungen und Auflösungen kaum überraschen können.

Überblick

Pro

  • liebevoll gemachte Spiele-Umsetzung eines Sci-Fi-Klassikers
  • sieben Stunden story-driven Unterhaltung
  • beeindruckend detaillierte Grafik
  • kongeniales 60er-Retro-Design

Contra

  • auf Dauer reichlich langatmig und langweilig
  • außer gehen nicht viel zu tun
  • Story aus heutiger Sicht nicht mehr so originell wie vor 60 Jahren

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